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Zuggurtungsosteosynthese - Medizinlexikon
Vereinigung von Knochenfragmenten mit Hilfe des aus der Mechanik übernommenen Zuggurtungsprinzips (Pauwels). Wirkungsweise am Beispiel der Olekranonfraktur: 2 parallel eingebrachte Kirschner-Drähte sichern das Repositionsergebnis. Durch die streckseitig angelegte Drahtschlinge entsteht eine axiale Kompression. Diese erhöht sich bei Gelenkbeugung (dicke Pfeile), da die Zugkräfte vom Zuggurtungsdraht abgefangen u. auf die Frakturflächen reine Druckkräfte vermittelt werden (dünne Pfeile). Weitere klass. Ind. der Z. ist die Patellaquerfraktur. Die Z. ist eine dynam. interfragmentäre Kompression. Die Funktion der Drahtschlinge kann auch eine Platte (Zuggurtungsplatte) übernehmen. Sie wird an der Zugseite (konvexe Seite, gegenüber der kräftigeren Muskelgruppe) angelegt u. bei Pseudarthrosen u. Osteotomien von Röhrenknochen angewandt. Abb.
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