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Zweikomponententheorie - Medizinlexikon
von Wideröe aufgestellte spez. Theorie der biologischen Strahlenwirkung. 2 versch. Strahleneffekte werden unterschieden: 1. die unmittelbare Zellvernichtung ohne Erholung der bestrahlten Zellen ist für Tumorzellen u. Normalzellen gleich u. steigt proportional zur Dosis; 2. der Zellschaden, der teilweise repariert wird u. nur z. T. zum Zelltod führt. Das bedeutet, daß nach der Z. das LET-Spektrum (LET) jeder Strahlung in 1. Näherung durch eine Komponente niedriger LET u. durch eine Komponente hoher LET charakterisiert wird. Die Komponente hoher LET macht einen Anteil alpha der Gesamtdosis aus u. ist die Ursache für den Alphaeffekt. Die Komponente niedriger LET mit dem Anteil alpha-1 der Gesamtdosis ist für den Betaeffekt verantwortl. Der Anteil alpha der Dosis (die Alphakomponente) ist typ. für die Arbeit der Strahlung u. die Strahlungsqualität. Für Elektronen wird z. B. ein alpha von 6–8 %, für 200-kV-Röntgenstrahlung von etwa 16 % u. für hochenerget. Neutronen von 40–50 % angenommen.
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