Zystographie - Medizinlexikon

Röntgendarstellung der Harnblase nach Kontrastmittelfüllung zur Beurteilung der Lage, Form, Größe u. des Inhalts der Harnblase zum Nachweis von pathol. Harnblasenveränderungen (Divertikel, Fremdkörper, Konkremente, Ureterozelen, Tumoren), Harnblasenentleerungsstörungen, Fisteln u. zur Prüfung eines vesiko-ureteralen Refluxes. Methoden: 1. Darstellung der Harnblase bei der intravenösen Urographie. 2. Retrograde Z.: nach Einführung eines Katheters in die Harnblase Auffüllung mit triiodiertem Kontrastmittel. Bei Verdacht auf vesikoureteralen Reflux (überwiegend bei Kindern) Untersuchung als Miktionsrefluxurographie. 3. Miktionsrefluxurographie: Übersichtsaufnahme der Blase u. der Nieren während der Blasenentleerung u. sofort am Ende der Miktion. 4. Miktionszystourethrographie. 5. Expressionsurethrographie: Darstellung der Harnröhre im Anschluß an die Z. durch manuelles Auspressen des Blaseninhalts (Untersuchung in Narkose im Säuglings- u. frühen Kindesalter). 6. Polyzystographie: Darstellung der Harnblase mit Kontrastmittelinstillation in versch. Füllungs- o. Entleerungszuständen auf einer Röntgenaufnahme durch dreimalige Exposition des Films mit je 1/3 des erforderl. mAs-Wertes (Polyzystographie). Ind.: Nachweis von infiltrativen Blasenwandveränderungen mit Einschränkung der Dehnungs- u. Kontraktionsfähigkeit der Harnblase.

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