Diabetische Nephropathie: Informationen, Therapie & Behandlung

Die diabetische Nephropathie (auch: Glomerulonephrose, Morbus Kimmelstiel- Wilson) entwickelt sich bei ca. 1/3 der Diabetiker und äußert sich durch einen fortschreitenden Verlust der Filterfunktion der Nieren. Diese Krankheit betrifft sowohl Typ-1- als auch Typ-2-Diabetiker. Eine Nephropathie entsteht meistens durch schlecht eingestellte Zuckerwerte.

Ursachen

Der erhöhte Blutzuckerspiegel bei schlecht eingestellten Diabetikern führt zu Ablagerungen in den Arterien der Nieren (Arteriosklerose), so dass die Nieren schlechter durchblutet werden. Auch die kleinen Nierengefäße nehmen durch den hohen Zuckergehalt Schaden (Glomerulosklerose). In der Folge dieser Schäden beginnt der Körper Eiweiße mit dem Urin auszuscheiden, da diese nicht mehr richtig resorbiert werden. Bei geringen Mengen spricht man von Mikroalbuminurie und bei hohen Mengen spricht man von Makroalbuminurie.
Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die die Entstehung einer Nephropathie beschleunigen können:
-erhöhter Blutdruck (wobei die Arteriosklerose den Blutdruck noch weiter steigen lässt)
-Rauchen
-vermehrte Eiweißaufnahme mit der Nahrung
-erhöhte Blutfettwerte
-genetische Veranlagung
-erhöhte Blutzuckerwerte!!! (je länger diese erhöht sind, desto wahrscheinlicher ist eine Nephropathie)

Symptome und Diagnose

Die Nephropathie verläuft leider meist symptomlos. Nur wenn der Eiweißgehalt (Albumingehalt) des Urins ständig gemessen wird, kann eine Nephropathie früh festgestellt werden. Deswegen ist es wichtig, dass Diabetiker oft zur Kontrolluntersuchung gehen. Symptome einer fortgeschrittenen Nierenerkrankung sind Juckreiz, Leistungsschwäche, Kopfschmerzen, Blutarmut, vermehrte Wassereinlagerung in den Beinen (Ödeme) sowie eine Gewichtszunahme. Allerdings sind hier die Schäden zumeist schon sehr stark ausgeprägt.

Eine Nephropathie lässt sich anhand der Albuminmenge im Urin diagnostizieren. Dies ist nicht zu verwechseln mit anderen Situationen, wo der Eiweißgehalt des Urins kurzfristig ansteigt, wie körperliche Anstrengung, Harnwegsinfekte, fieberhafte Erkrankungen oder extrem schlechte Blutzuckerwerte. Eine Nephropathie liegt erst dann vor, wenn die Albuminwerte in 2 aus 3 Proben erhöht sind.

Therapie

Wenn die Nephropathie rechtzeitig erkannt wird und die Blutzuckerwerte schnellstmöglich optimal eingestellt werden, kann sich die Nierenerkrankung verhindern bzw. verlangsamen lassen. Wichtig ist auch die Behandlung des Bluthochdrucks (falls vorhanden) und bei einer beginnenden Nephropathie können auch blutdrucksenkende Mittel wie z.B. ACE-Hemmer verschrieben werden. Ansonsten wird auf eine eiweißarme und salzarme Ernährung geachtet. Außerdem ist es wichtig Übergewicht abzubauen und mit dem Rauchen aufzuhören.
Bei chronischem Nierenversagen im Endstadium hilft nur noch die Dialyse (Blutwäsche) oder eine Nierentransplantation.



Siehe auch Diabetes mellitus Typ I und Typ II

http://www.imedo.de/practice/conditions/show/845-diabetes-mellitus-typ-i-und-typ-ii

Therapien für Diabetische Nephropathie

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Medikamentöse Therapie

Eine medikamentöse Therapie ist die Behandlung von Erkrankungen mit Hilfe von Medikamenten.

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Akupunktur (Lat.: acus = Nadel, punctio = das Stechen) ist ein Teilgebiet der Traditionellen Chinesischen M...

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