Asthma Bronchiale: Informationen, Therapie & Behandlung
Beim Asthma bronchiale handelt es sich um eine bleibende, atemwegsverengende Erkrankung der Lunge und der Bronchien (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) die einher geht mit anfallsweiser Atemnot. Man unterscheidet beim Bronchialasthma zwei Unterformen.
1. exogen- allergisches Asthma
2. nicht- allergisches Asthma
Dem exogen-allergischen Asthma zugrunde liegt eine Typ I- Allergie vom Soforttyp
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In den meisten Fällen richtet sich die Allergie gegen Hausstaubmilben, Blütenpollen, Mehlstaub, Nahrungsmittel (z.B. Erdbeeren oder Nüsse) oder Tierhaare. Als Folge der allergischen Reaktion stellen sich die Bronchien mit Hilfe ihrer Muskulatur etwas enger. Das allein wäre noch nicht problematisch, hinzu kommt jedoch eine, durch die allergische Reaktion ausgelöste, Schwellung der Bronchien, welche diese noch zusätzlich verengt. Damit nicht genug sondern die Bronchien darüber hinaus zähen, glasigen Schleim ab, der ihren Innendurchmesser noch einmal zusätzlich verengt. Da diese drei Faktoren stets gleichzeitig zusammen fallen, ergibt sich daraus eine signifikante Verengung der Atemwege mitsamt der daraus resultierenden Atemnot.
Das eigentliche Hauptproblem bei einem Asthmaanfall ist nun nicht das Ein- sondern vielmehr das Ausatmen. Die Muskelkraft, die wir zum Einatmen zur Verfügung haben, liegt um vieles höher, als die, die uns zum Ausatmen zur Verfügung steht. Der Grund:
Zum Einatmen benutzen wir das Zwerchfell (Diaphragma), die äußere Zwischenrippenmuskulatur (Mm. intercostalis externi) sowie die Atemhilfsmuskulatur, bestehend aus dem Kopfwender ( M.Sternocleidomastoideus, dem Brustmuskel (M.pectoralis), dem Schultermuskel (M.scalenus) sowie dem Sägezahnmuskel (M.seratus anterior).
Zum Ausatmen hingegen steht uns nur die Bauchpresse zur Verfügung, bestehend aus: M.rectus abdominis und M.obliquus abdominis. Hinzu kommt die innere Zwischenrippenmuskulatur (Mm.intercostalis internus), die jedoch viel weniger Platz zur Verfügung hat als die Äußere. Daher ist sie sehr viel schwächer ausgeprägt.
Nicht jedes Asthma ist allergischer Natur. Das nicht- allergische Asthma kommt sogar häufiger vor. Die Problematik ist jedoch dieselbe wie beim allergischen Asthma. Auslösende Faktoren für das nicht-allergische Asthma sind vor allem kalte Luft, psychischer Streß und die Inhalation atemwegsreizender Substanzen.
Syptome:
Das Leitsymptom bei Asthma bronchiale ist die plötzlich auftretende Atemnot mit der typisch erschwerten und verlängerten Ausatmung die zumeist begleitet wird von pfeifenden, giemenden Atemgeräuschen. Oft wird der Anfall von einer Hustenattacke eingeleitet. Während des Anfalls leiden die Betroffenen unter größter Luftnot gepaart mit Todesangst. Erst gegen Ende des Anfalls kann der zähe Schleim abgehustet werden. Durch den Sauerstoffmangel treten bläuliche bis violette Verfärbungen (Zyanose) an Lippen und Fingern auf
Asthma kann zudem durch Medikamente ausgelöst werden. Zu erwähnen sind in diesem Zusammenhang: ASS (Acetylsalycinsäure), Beta-Blocker,
NSAR (Nicht steroide Antirheumatika) und das Schmerzmittel Metamizol.
Achtung, ein schwerer Asthmaanfall erfordert das Eingreifen eines Notarztes
Therapie:
Während eines Anfalls verabreicht der Arzt Theophyllin oder Kortison. Zwischen den Anfällen empfiehlt sich eine mikrobielle Immunmodulation, bei der die Darmflora in ein harmonisches Gleichgewicht gebracht wird.
Zugleich kann während des Anfalls Linderung erlangt werden durch den Einsatz der sogenannten Lippenbremse. Dabei wird gegen den Widerstand der Lippen ausgeatmet. Dadurch steigt der Luftdruck innerhalb der Bronchien, so dass diese sich etwas weiten können
Ebenfalls empfiehlt sich viel Bewegung an der frischen Luft wie Wandern und Radfahren, wobei die körperliche Belastungsgrenze jedoch nicht überschritten werden sollte.
Als hilfreich erwiesen haben sich zudem bei allergischen Asthmatikern Klimakuren im Gebirge und an der See.
Hilfe bietet auch die Pflanzenheilkunde. Ein Thymiantee wirkt entkrampfend auf die Bronchialmuskulatur während Efeu, Spitzwegerich und Pestwurz dafür sorgen, das der Schleim sich verflüssigt und besser abgehustet werden kann. Fertige Präparate sind z.B.
Cefedrin, Petadolex und Gerner Antibronchicum Tee
Zudem macht es Sinn, das Herz zu unterstützen. Dafür bietet sich Weisdorn (Crataegus laevigata) an. Als Fertigpräparat sei hier Crattaegut Madaus zu erwähnen.
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