Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung: Informationen, Therapie & Behandlung

COPD steht für "Chronic Obstructive Pulmonary Disease" (auf Deutsch: Chronische Obstruktive Lungenerkrankung) und umfasst 2 Krankheiten, nämlich die chronische Bronchitis sowie das Lungenemphysem. Diese Erkrankung wird obstruktiv gennant, da die Bronchen dauerhaft verengt sind und es daher zu Atemnot kommt.

Epidemiologie

COPD kann als Volkskrankheit bezeichnet werden. In Deutschland leiden ca. 15% der über 40-jährigen an der Krankheit, weltweit sind es mehr al 44 Millionen.

Ursachen

Hauptursache für die Entstehung der Erkrankung ist das Zigarettenrauchen. Es können auch Nichtraucher erkranken, aber 9 von 10 COPD-Patienten sind oder waren Raucher. Je länger und je mehr Zigaretten man konsumiert hat, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit an COPD zu erkranken.

Krankheitsverlauf

Durch das Zigarettenrauchen und die darin enthaltenen Schadstoffe kommt es zu einer chronischen Infektion der Atemwege und einer dauernden Verengung der Bronchien.

Die besagte Verengung der Bronchen wird durch verschiedene Faktoren hervorgerufen:
- Eine Verkrampfung der Muskulatur in den
- Vermehrte Schleimsekretion auf Grund einer dauerhaften Entzündung der Atemwege
- Anschwellen der Schleimhäute in den Bronchen (Ödeme)

Hauptsymptome:
- Husten, besonder morgens
- Auswurf (beim Husten hervorgebrachter Schleim aus den Atemwegen)
- Atemnot, die zunächst nur bei körperlicher Belastung auftritt, später auch in Ruhe

Ohne Behandlung werden im Verlauf die Lungenbläschen in Mitleidenschaft gezogen, was zu einer chronischen Überblähung der Lunge führt (es befindet sich ständig zuviel Luft in der Lunge, die nicht mehr richig ausgeatmet werden kann). Dies führt dazu, dass die Lunge, anstatt auszusehen wie eine Rebe mit Trauben, wie ein Luftballon aussieht. Aus diesem Grund wird die Sauerstoffversorgung des Blutes kompromittiert und es kommt zu Atemnot. Es hat sich ein Lungenemphysem gebildet.

Da die Patienten vermehrt Atemnot verspüren, beginnen sie Aktivität zu vermeiden, was wiederum zum Abbau von Muskulatur und einer Beeinträchtigung des Herz-Kreislauf-System führen kann. Dadurch verschlechtert sich die Kondition der Patienten, was zu einem Fortschreiten des COPDs führen kann. Daraufhin werden die Patienten noch inaktiver und so setzt sich der Kreislauf fort.

Es kommt bei COPD auch des Öfteren zu einer plötzlichen Verschlechterung der Lungenfunktion, was Exazerbation gennant wird. Sie äußern sich meist durch:
- mehr Atemnot und Husten als sonst
- Enge im Brustraum
- Verfärbtes Sekret beim Husten
Dann kann eine stationäre Behandlung im Krankenhaus erforderlich sein. Die Exazerbationen treten vermehrt in der kalten Jahreszeit auf, da dann Infektionen der Atemwege häufiger auftreten. Da aber jede Exazerbation die Krankheit generell vorantreibt und die Lungenfunktion langfristig verschlechtert, sollten diese durch korrekte Medikamente sowie eine Grippe-Schutz-Impfung vermieden werden.

Diagnostik

Je früher COPD diagnostiziert und behandelt wird, desto besser lässt sich die Krankheit kontrollieren und deren Verlauf verlangsamen.

Für die Diagnose sind 3 Dinge wichtig:
1. Krankengeschichte (Anamnese)
2. Körperliche Untersuchung
3. Lungenfunktionsmessung (Spirometrie)

Die Lungenfunktionsmessung ist sehr wichtig. Hierbei führt man über ein Messgerät mit Mundstück verschieden Atemmanöver aus und die Werte werden festgehalten. Die beiden wichtigsten Werte sind hierbei die Vitalkapazität(VC), also das Volumen das nach maximaler Einatmung wieder ausgeatmet werden kann, und die Einsekundenkapazität (FEV1), also die Lutmenge, die man nach maximaler Einatmung innerhalb von einer Sekund wieder ausatment kann. Bei gesunden Menschen beträgt die FEV1 ca. 80% der VC.

Die COPD wird in 4 Schweregrade aufgteilt:
Schweregrad I: Die FEV1 liegt bei über 80% der VC, Atemnot tritt nur bei starker körperlicher Belastung auf. Husten und Auswurf sind meistens vorhanden.
Schweregrad II: Die FEV1 liegt zwischen 50% und 80% des Normalwertes. Atemnot tritt bei körperlicher Belastung auf. Husten und Auswurf sind fast immer vorhanden.
Schweregrad III: Die FEV1 liegt zwischen 30% und 50% des Normalwertes. Atemnot bereits bei leichter Belastung sowie Husten und Auswurf.
Schweregrad IV: Die FEV1 liegt unter 30% des Normalwertes. Atemnot bei leichter Belastung oder bereits in Ruhe. Husten und Auswurf sind immer präsent.

Therapie

Die Ziele in der COPD-Behandlung sind unter anderem Linderung der Beschwerden, Minimierung von Exazerbationen, Erleichterung des Alltags, Verbesserung der Lebensqualität sowie positive Beeinflussung des Krankheitsverlaufs.
Am wichtigsten bei der Behandlung sind die Medikamente: Bronchodilatoren und Kortison

Bronchodilatoren erweitern die Bronchien und so dem Luftstau und so auch dem Lungenemphysem vorbeugen können. Sie sollten jeden Tag angewendet werden und werden meistens inhaliert. Hierzu gehören Anticholinergika sowie Wirkstoffe aus der Gruppe der Beta-2-Agonisten.

Kortison wird nur bei sehr schweren COPD-Krankheitsverläufen mit häufigen Exazerbationen eingesetzt. Es wirkt entzündungshemmend und immunsuppressiv.

Am Wichtigsten ist es mit dem Rauchen aufzuhören! Nur so kann die Therapie erfolgreich anschlagen und der Krankheitsverlauf gebremst werden.

Therapien für Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung

Name Hilft Bewerten

Lungensport

Beim Lungensport sollen Atem- und Entspannungstechniken vermittelt, Ausdauer trainiert, Muskelaufbau geförd...

Stat4-normal
100%
der Fälle
Verwendet von 5 Personen.
Lungensport für Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung bewerten

Salbutamol

Salbutamol ist ein bronchienerweiterndes Medikament.

Stat4-normal
100%
der Fälle
Verwendet von 4 Personen.
Salbutamol für Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung bewerten

Spiriva Inhalationspulver ( Tiotropium )

Stat4-normal
100%
der Fälle
Verwendet von 3 Personen.
Spiriva Inhalationspulver ( Tiotropium ) für Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung bewerten

Spiriva

Spiriva ist ein inhalierendes Anticholinergikum, dass bei chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) an...

Stat4-normal
100%
der Fälle
Verwendet von 2 Personen.
Spiriva für Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung bewerten

salbutomol

Stat4-normal
100%
der Fälle
Verwendet von 1 Personen.
salbutomol für Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung bewerten
Therapiebewertung für Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung hinzufügen

Sie müssen sich anmelden, um einen Kommentar zu schreiben. Login

  • Spiriva

    Toi schreibt:: ich lese immer wieder Spiriva aber wenn ich dann die Bewertung lese dann kommt es nicht jubelnd durch. Der höchste Wirkungsgrad in der Bewertung war 40 % .Das ist ja dann auch nicht der Brüller.Clenil kommt da doch bedeutend besser durch mit 65 % gut bewertet.Woran liegt es dass immer Spiriva auftaucht?ist es nach der ...Gesundheitsreform...preisgünstig ??

mehr

© 2007 - 2012 imedo GmbH, alle Rechte vorbehalten.
Die unter www.imedo.de angebotenen Dienste und Inhalte sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen