Amputationsverletzung: Informationen, Therapie & Behandlung

Eine Amputationsverletzung beschreibt die Abtrennung einer Akre oder Extremität. Unter Akren versteht man distale, also vom Rumpf wegweisende Teile des Körpers wie Nase, Ohren, Finger und Hände oder auch die Füße. Extremitäten wiederum sind Gliedmaßen wie Arme und Beine. Eine jede der genannten Strukturen kann infolge eines Unfalles abgetrennt werden. Dabei kann die Abtrennung gleichermaßen scharf wie auch stumpf erfolgen.

Bei einer scharfen Abtrennung kommt es zu einem mehr- oder weniger sauberen Schnitt durch den Knochen der besagten Extremität. Auch weiches Gewebe wie Muskeln und Sehnen werden im günstigsten Fall schnitthaft durchtrennt. Die Chancen einer operativen Rekonstruktion steigen in der Regel mit der Schärfe der amputierenden Schnittkante.

Eine Abquetschung ist eine stumpfe Amputation. Der Knochen wird nicht durchschnitten, sondern
durchbrochen oder zertrümmert. Weichteile werden durch Quetschung beschädigt, aber in der Regel nicht vollständig durchtrennt. Nicht selten muss die betroffene Extremität allerdings im Anschluss operativ amputiert werden, da eine Rekonstruktion des zerstörten Gewebes zumeist nicht möglich ist.

Bei einem Abriss erfolgt die Durchtrennung der Extremität zumeist im Bereich eines Gelenkes. Die Knochen bleiben erhalten, während weichere Strukturen wie Muskenl, Bänder, Sehnen und Nerven zumeist irreparabel geschädigt werden.

Um die abgetrennte Gliedmaße (Amputat) zu erhalten bis sie wieder operativ angefügt werden kann, ist es notwendig, sie einerseits möglichst steril zu verwahren und sie andererseits zu kühlen. Eine Möglichkeit hierzu sieht vor, das Amputat an der Trennfläche zunächst mit einer sterilen Binde zu umwickeln. Anschließend wird die Gliedmaße in einen neuen Gefrier- oder Frischhaltebeutel verpackt und dieser sorgfältig verschlossen. Der verschlossene Beutel wird nun in einen weiteren Beutel gesteckt und dieser zweite Beutel mit Eis aufgefüllt und ebenfalls verschlossen. Keinesfalls darf der Amputat direkt mit dem Eis in Kontakt kommen.
Wenn möglich sollte dabei der Zeitpunkt des Verpackens schriftlich festgehalten und dem Beutel hinzu gefügt werden.

Wenn möglich, sollte noch davor der Notarzt verständigt werden. Er ist es letztlich auch, der per Telefon die notwendigen Anweisungen zum Umgang mit der abgetrennten Gliedmaße gibt.


Was zu tun ist:

1. Notarz alarmieren

2. Blutstillung und Wundversorgung, in der Regel genügt ein
stabiler Druckverband

3. Sicherung des Amputats

Therapien für Amputationsverletzung

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