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Ancylostomiasis: Informationen, Therapie & Behandlung
Ancylostomiasis (auch: Hakenwurmbefall, Nematodenbefall, Larva migrans cutanea) ist die Folge eines Kontaktes mit Ancylostoma duodenale, Ancylostoma brasiliensis oder auch Necator americanus.
Die Infektionslarven des Hakenwurmes sind eigentlich auf den Befall tierischer Wirte ausgerichtet. Der Befall eines menschlichen Wirtes stellt vielmehr ein Versehen dar, welches für den Parasiten stets tödlich endet, da er in der menschlichen Haut nicht überleben kann. Sein Verbreitungsgebiet sind vor allem die Strände Südamerikas und Südafrikas. Dort lebt er in feuchtem Sand und Erdreich, bis er in die Haut von Sonnenbadenden, oder Barfußgehern eindringt. Anschließend wandert er mehrere Wochen lang ziellos in der Haut umher, bis er schließlich abstirbt und vom umgebenden Wirtsgewebe absorbiert wird. Während ihrer Wanderungen durch die Haut gräbt die ca. 0,5 mm lange Larve Bohrgänge, die beim Wirt quälenden Juckreiz verursachen. Sie legt dabei täglich zwischen 1 und 3mm lange Wegstrecken zurück. Insgesamt können die Gänge bis zu mehrere Zentimeter lang werden. Der extreme Juckreiz verleitet den Wirt zumeist, sich die Haut aufzukratzen. Die wunde Haut infiziert sich anschließend durch Bakterien und zeigt die typischen Entzündungsmerkmale.
Ein Ausnahme bildet der europäische Hakenwurm Ancylostoma duodenale. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Süd- und Südosteuropa. Betroffen sind Länder wie Spanien, Italien, Jugoslawien und Portugal. Er lebt ebenfalls im Erdreich und war in vergangenen Jahrhunderten vor allem in Bergwerken heimisch (Grubenwurm). So ist z.B. eine Hakenwurmepedemie beim Bau des schweizerischen St. Gotthard- Tunnels bekannt. Die Würmer besitzen zwei hakenartige Zähne, mit denen sie sich in der Dünndarmschleimhaut festbeissen. Sie geben über einen längeren Zeitraum hinweg ihre Eier in den Dünndarm ab, welche dann mit dem Kot ausgeschieden werden. So gelangt das Ei in die feuchte Erde, wo dann die Larve schlüpft. Gelingt es der mikroskopisch kleinen Larve, durch ungeschützte Hautareale in den Wirt einzudringen, so wandert sie von der Haut zu einem Blutgefäß und reist mit dem Blutstrom zur Lunge. Dort dringt sie in eines der Lungenbläschen (Alveole) ein, wandert von dort in den bronchialen Abschnitt, wird hochgehustet und mit dem Sputum wieder herabgeschluckt. So gelangt sie in den Darm, wo sie sich festbeißt und wieder ihre Eier legt. An dieser Stelle schließt sich der Kreis.
Symptome:
Beim Hautmaulwurf (Ancylostoma brasiliensis) entstehen auf der befallenen Haut rote, stark juckende Papeln und Flecke.
Beim Darmhakenwurm ( Ancylostoma duodenale) gleicht der Beginn des Befalls dem des Hautmaulwurfes. Die Papeln vergehen jedoch nach kurzer Zeit und es treten als weitere Symptome Lymphknotenschwellungen, Halsbeschwerden und Brustschmerzen hinzu. Im späteren Verlauf kommt es zu durch Einblutungen in den Darm zu einer Anämie mit ausgeprägtem Schwächegefühl, Schwindel und Ohrensausen und krankhaften Herzveränderungen. Weitere Symptome sind Durchfälle, Blutstühle und Ödeme bis hin zur Bauchwassersucht (Aszites).
Therapie:
Die Behandlung erfolgt durch die Verabreichung von Entwurmungsmitteln (Anthelmintika). Deren langkettige Struktur verhindert, dass sie im Darm aufgenommen werden können, so dass sie nicht in den Körper gelangen, sondern im Darm verbleiben, wo sie die Würmer töten.
Therapien für Ancylostomiasis
| Name | Hilft | Bewerten |
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Ein Anthelminthikum (Wurmmittel, Vermizid, Vermicidum oder Vermifugum) ist ein Medikament gegen Wurminfekti... |
100%
der Fälle |
Verwendet von 1 Personen.
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