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Gallensteine: Informationen, Therapie & Behandlung
Gallensteine (auch: Cholelithiasis, Cholezystolithiasis) kommen recht häufig vor. Im Bevölkerungsdurchschnitt leidet jeder zehnte unter Gallensteinen wobei Frauen statistisch häufiger betroffen sind als Männer. Ursächliche Voraussetzung für Gallensteine ist ein Ungleichgewicht in der Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit. Es herrscht ein ein Überschuß an gelösten Gallsubstanzenen, man spricht auch von einer Übersättigung der Gallenflüssigkeit. Kommt es zu einer Ausfällung dieser Substanzen, so bilden sich kleine Kristalle, die im weiteren Verlauf zu wachsen beginnen, da sich immer neue Bestandteile an diese anlagern. Es gibt Personen, die für die Bildung von Gallensteinen geradezu prädestiniert sind. Man erkennt sie an der 5F- Regel.
Forty – älter als 40 Jahre
Female- weiblich
Fertile- schwanger
Fat- übergewichtig
Fair- blond (dieser letzte Punkt gilt jedoch als umstritten)
Symptome:
Oftmals verursachen die Steine keinerlei Probleme, man spricht dann von sogenannten „stummen Steinen“. Auch wenn sie irgendwann einmal durch Zufall bemerkt werden, erübrigt sich eine Behandlung. Anders jene Steine, die für die Steinleiden verantwortlich sind. Sie verursachen schlimmste, an- und abschwellende Schmerzen (Gallenkolik). Zu den kramphaften Schmerzen gesellen sich zudem Übelkeit und Erbrechen, Schweisausbrüche und, im schlimmsten Falle, sogar ein Kreislaufkollaps. Die Bauchdecke ist bretthart gespannt.
Wird ein solcher Stein am Ausgang der Gallenblase eingeklemmt, staut sich die Gallenflüssigkeit, die in unserer Leber produziert wird, in diese zurück und darüber hinaus bis ins Blut. Das Blut lagert den darin enthaltenen Farbstoff, das Billirubin, in unserer Haut ab, wodurch diese eine typische Gelbfärbung (Ikterus) erhält.
Durch den verlangsamten, oder zum Erliegen gekommenen Gallenfluß haben zudem Bakterien ein leichtes Spiel. Sie besiedeln die Gallenblase und verursachen dort eine Gallenblasenentzündung (Cholezystitis). Die entzündete Gallenblase kann aufplatzen oder von den Gallensteinen durchlöchert werden,was im weiteren eine Bauchfellentzündung (Peritonitis) zur Folge hat.
Einen Sonderfall bildet die Porzellangallenblase. Hier kristallisieren die Gallen- und Kalksalze nicht in Steinform, sondern direkt an der Wand der Gallenblase aus. Nach und nach wird die Gallenblase dadurch von einer harten, porzellanartigen weißen Schicht überzogen und ist von außen als steinharter Höcker zu ertasten.
Therapie:
Um die Kolikschmerzen zu lindern erhalten die Patienten zunächst Schmerzmittel und krampflösende Präparate über die Venen injeziert, damit die Gallengänge sich beruhigen können. Auch warme Bauchwickel wirken entkrampfend, dürfen jedoch nicht im Falle einer Entzündung verwendet werden, da sie das Geschehen verschlimmern würden.
Ein altes und ebenfalls vielfach bewährtes Mittel der Volksheilkunde ist Rettichsaft. Schwarzer und weißer Rettich werden zerkleinert und ausgepresst. Um die scharfe Wirkung der Senfölglykoside zu mildern, sollte der Saft zuerst im Kühlschrank abgekühlt werden, bevor er verabreicht wird.
Eine Ernährungsumstellung auf eine laktovegetabile Kost ist ebenfalls angezeigt. Dem Tagesrhythmus sollte ebenfalls Aufmerksamkeit zuteil werden. So werden Fette und Eiweiße morgens besser verdaut, Kohlenhydrate hingegen sind am Nachmittag verträglicher.
Eine Ernährungsberatung, die speziell auf das Steinleiden abgestimmt ist, kann ebenfalls sehr hilfreich sein. Nur wenn alle Mittel nichts fruchten, muss die Gallenblase operativ entfernt werden.
Danach hilft eine Umstellung auf Kokosfett, das auch ohne Gallenflüssigkeit verdaut werden kann
Therapien für Gallensteine
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