Hypothyreose: Informationen, Therapie & Behandlung

Die Schilddrüsenunterfunkton (auch:Hypothyreose) kommt durch einen Mangel an Schilddrüsenhormonen im Körper zustande.

Beim gesunden Menschen produziert die Schilddrüse bedarfsabhängig die zwei Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3)und gibt sie ins Blut ab. Die Produktion wird durch einen Regelkreis gesteuert: Wenn genug Hormone im Blut sind, findet eine Rückmeldung statt und die Schilddrüse produziert weniger Hormone und umgekehrt. Dieser Regelkreis wird über die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gesteuert. Diese gibt der Schilddrüse mittels eines weiteren Hormons (TSH) das Signal zur Produktion. Wenn das Signal ausbleibt, produziert die Schilddrüse auch keine Hormone. Allerdings können auch Störungen in der Schilddrüse selbst dafür sorgen, dass keine Hormone produziert werden.

Ursachen

Es gibt eine angeborene Hypothyreose (nennt sich kongenitale Hypothyreose), die auf einer Jodfehlverwertung oder einer Resistenz gegen die Schilddrüsenhormone beruht. Dank des Neugeborenen-Screenings wird dies jedoch schnell erkannt und führt heute eigentlich nicht mehr zu einem Krankheitsbild.

Eine erworbenen Hypothyreose kann durch verschiedene Krankheiten entstehen.
Am häufigsten entsteht sie durch eine sogenannte Hashimoto-Thyreoiditis (Thyreoidits = Schilddrüsenentzündung). Hier findet eine Autoimmunreaktion statt bei der der Körper gesundes Schilddrüsengewebe angreift, es zerstört und so eine Unterfunktion zustande kommt. Die Entzündung der Schilddrüse wird chronisch.
Die Erkrankung kann auch durch eine vorherige Behandlung einer anderen Schilddrüsenerkrankung zustande kommen (iatrogene Hypothyreose - also von Ärzten verursacht). Dies geschieht z.B. wenn man eine Hyperthyreose mit Radio-iod-Therapie behandelt oder entfernt.
Weitere Ursachen können ein extremer Jodmangel oder verschiedene Medikamente (z.B. Lithium) sein.

Symptome

Der Beginn der Krankheit ist meist schleichend und die Diagnose wird oft erst spät gestellt.

-Niedriger Stoffwechsel: Kälteintoleranze, Gewichtszunahme, Müdigkeit
-Langsamer Herzschlag (Bradykardie)
-teigige Haut, struppige Haare, raue Stimme
-Muskelschmerzen, Muskelschwäche
-Verstopfung
-Depression, Antriebsarmut
-Zyklusstörungen

Diagnose

Die Diagnostik ist recht simpel. Nach einer Blutabnahme wird der TSH-Wert im Blut bestimmt. Ist der TSH-Wert erhöht deutet dies auf eine Hypothyreose hin, denn die niedrigen Schilddrüsenhormonwerte im Blut sorgen dafür, dass die Hirnanhangdrüse versucht, die Schilddrüse zu stärkerer Produktion anzuregen. Nun wird meist noch das freie T4 bestimmt. Ist dies erniedrigt, zeigt das, dass die Schilddrüse nicht fähig ist, genug Hormone zu produzieren, obwohl genug TSH vorhanden ist. Dann spricht man von einer manifesten Hypothyreose.
Eine Autoimmunthyreoiditis kann durch eine Sonographie erkannt werden.

Therapie

Meist ist eine lebenslange Substitution mit L-Thyroxin notwendig. Diese Hormone werden einschleichend (also langsam ansteigend) dosiert, um zu verhindern, dass durch den plötzlich erhöhten Stoffwechsel Herz-Rhythmus-Störungen oder ein Herzinfarkt auftreten. Das Therapieziel ist ein subjektives Wohlbefinden des Patienten sowie eine Normalisierung des TSH-Wertes, welche ca. 6-8 Wochen nach Therapiebeginn eintritt.

Therapien für Hypothyreose

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Hormontherapie

Als Hormontherapie wird in der Medizin die Verwendung von Hormonen oder antihormonell wirksamen Substanzen ...

Stat2-normal
50%
der Fälle
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Hormontherapie für Hypothyreose bewerten

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Stat4-normal
100%
der Fälle
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Eine chirurgische Operation umschreibt eine Therapieform, die mit einer Öffnung des Körpers einhergeht. Wäh...

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