Apoplex: Informationen, Therapie & Behandlung

Schlaganfälle (auch: Schlaganfall, Hirnschlag, Apoplex, Apoplektischer Insult) sind eine häufige Todesursache in unserer Wohlstandsgesellschaft. Ungefähr 15 % aller unnatürlichen Todesfälle sind auf ihn zurück zuführen. Ungefähr 50% aller Schlaganfallspatienten versterben noch während der ersten sechs Monate danach. Von denen, die ihn überleben, werden dennoch weitere 30% zum Pflegefall. Damit gehört der Schlaganfall zur zweithäufigsten Todesursache in Deutschland.
Bei einem Schlaganfall (apoplektischer Insult) unterscheidet man in einen weißen, unblutigen sowie einen roten, also blutigen Hirninfarkt.

Beim weißen Schlaganfall kommt es zur Verlegung eines ateriellen Hirngefäßes durch einen Blutpfropf. Dieser bildet sich zunächst an einer vorgeschädigten Gefäßwand, gerne auch an einer künstlichen Herzklappe. Mit zunehmendem Wachstum verschließt er das Gefäß mehr und mehr, bis er sich schließlich losreißt und als Embolus mit dem Blutstrom ins Gehirn wandert. Dort verschließt er dann eines der blutzuführenden Gefäße, was zum Untergang des dahinter befindlichen Gehirnareals führt. Risikofaktoren, die die Entstehung eines weißen Infarktes begünstigen sind hoher Blutdruck (Hypertonie), Diabetes mellitus, Störungen des Fettstoffwechsels und die Einnahme der Pille.

Die verbleibenden 15% der Fälle sind die Folge eines geplatzten Hirngefäßes. Dies führt unweigerlich zu einer mehr oder minder schweren Gehirneinblutung, daher ist die Rede hier auch von einem blutigen, roten Schlaganfall. Der rote Hirnschlag ist fast immer die Folge zu hohen Blutdrucks (Hypertonie).

Symptome des Schlaganfalls:

Für einen Schlaganfall typisch ist das abrupte, plötzliche Aussetzen einer- oder mehrerer Hirnfunktionen. Dies kann sich äußern durch
Halbseitenlähmung
Sensibilitätsstörungen wie Taubheit oder Kribbeln (Ameisenlaufen)
Sprechstörungen und Sprachstörungen (Aphasie), die Betroffenen haben Probleme, Sprache zu verstehen und sich zu artikulieren
Koordinationsstörungen der Willkürmotorik (Apraxie), obwohl keine Lähmung vorliegt, weiß der Patient nicht, wie er bestimmte Handgriffe erledigen soll z.B.Waschen,Kämmen etc.
Bewußtseinstrübungen bis hin zu völliger Bewußtlosigkeit und Koma
Orientierungslosigkeit und Teilnahmslosigkeit gehören ebenfalls zu den möglichen Symptomen

Ein außerordentlich wichtiger Warnhinweis ist der zeitweilige Ausfall von Hirnfunktionen in geringerem Umfang und von begrenzter Dauer. Die Rede ist von der sogenannten Transistorisch Ischämischen Attacke kurz TIA genannt. Hierbei bildet sich die Symptomatik der neurologischen Ausfallerscheinungen innerhalb von Minuten bis Stunden zurück. Oftmals wird dieser Vorbote eines echten Schlaganfalls daher nicht ernst genug genommen. Beim ersten Ausfall hirnorganischer Funktionen, ja selbst beim bloßen Verdacht darauf, muß daher umgehend ein Arzt zu Rate gezogen werden, um die Schwere der Schädigung anhand einer Computertomographie richtig einschätzen zu können.

Therapie des Schlaganfalls:

Je früher therapiert wird, desto besser sind die Chancen des Patienten, zu überleben und den Vollbesitz seiner geistigen und körperlichen Ressourcen zurück zu gewinnen. Fast immer wird Acetyssalicylsäure (z.B.Aspirin) verabreicht, um neuerliche Gerinnselbildung/ zu vermeiden und bereits bestehende Verklumpungen aufzulösen. Ebenfalls zwingend erforderlich ist die Senkung eines zu hohen Blutdrucks sowie die Verbesserung der Sauerstoffversorgung im Gehirn durch Medikamente, die die Hirndurchblutung verbessern.
Erhöht sich im Falle einer Blutung der Hirndruck (raumfordernder Hirninfarkt) so sind aber neurochirurgische Eingriffe keine Seltenheit, müssen erwogen werden.

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