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Toxisches Schock-syndrom: Informationen, Therapie & Behandlung
Das Toxische Schocksyndrom (TSS) ist ein Zusammenspiel verschiedener Symptome, wie sie bei einer Blutvergiftung (Sepsis) auftreten. Erstmals wurde das Syndrom in den 80er Jahren im Zusammenhang mit jungen Mädchen, bei denen nach Verwendung von sehr saugfähigen Tampons aus synthetischem Material Symptome einer Blutvergiftung auftraten, beschrieben. Aus diesem Grund wurde die Aufnahmefähigkeit von Tampons in den 90er Jahren beschränkt. Die saugfähigen Tampons werden in Europa gar nicht mehr verkauft, so dass TSS hier eigentlich nicht mehr auftritt.
Ursachen
Bei einem TSS wird der Körper mit einem Bakterium (meist Staphylococcus aureus) und Bakteriengiften verseucht. Als Eintrittspforte fungieren Hautverletzungen, Verbrennungen, Insektenstiche, aber eben auch die Scheide und die Gebärmutter bei der Verwendung von Tampons. Mehr als die Hälfte aller TSS-Fälle sind Frauen, die während der Regelblutung Tampons verwenden. Es tritt häufiger auf, wenn beim Einführen kein Applikator benutzt wird, denn Infekte an den Finger und Händen können eine TSS begünstigen.
Symptome
Bei einem TSS treten folgende Symptome auf:
-Fieber über 39°C
-Übelkeit und Erbrechen
-Durchfall
-Blutdruckabfall
-allgemeine Hautröte besonders an Fußsohlen und Handflächen
-Schwindelgefühle und Kollapsneigung
-später kommt es zu allgemeinen Zeichen eines Volumenmangelschocks (hypovolämischer Schock)
Diagnose
Da TSS leicht mit anderen Infektionskrankheiten verwechselt werden kann, ist es wichtig den Arzt über eine evtl. bestehende Regelblutung und den Tampongebrauch zu informieren. Generell spricht man von einem TSS, wenn:
-Die Körpertemperatur über 38,9°C liegt
-Niedriger Blutdruck mit Ohnmachtsneigugn vorliegt
-Hautabschälungen an den Fußsohlen und Händen sind
-Schädigungen von mindestens 3 Organsystemen vorliegen (Magen-Darm-Trakt, Leber, Niere, Muskulatur, Blut, Nervensystem, oder Schleimhäute)
Alle diese Kriterien müssen erfüllt sein um das TSS zu diagnostizieren. Es kann auch ein Abstrich zum Bakteriennachweis durchgeführt werden.
Therapie
Die Behandlung erfolgt im Krankenhaus mit Antibiotika. Lokale Maßnahmen in der Scheide können die Heilung weiter begünstigen. Außerdem muss der Kreislauf durch Infusionen stabilisiert werden. Unbehandelt kann das TSS in einen septischen Schock übergehen, der auch unter intensivmedizinischer Behandlung bei 50% der Patienten zum Tod führt. Wird das Syndrom allerdings behandelt, sind die Heilungschancen gut.
Therapien für Toxisches Schock-syndrom
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