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Krebs: Informationen, Therapie & Behandlung
Krebs entsteht durch das überschießende und ungehemmte Wachstum von körpereigenem Gewebe. Man spricht auch von einer Gewebsentartung. Dabei wird grundsätzlich unterschieden zwischen gutartigen (benignen) und bösartigen (malignen) Krebserkrankungen. Dieser Unterschied erklärt sich folgendermaßen:
Gutartige Tumoren verdrängen durch ihr Wachstum andere Organstrukturen. Sie wachsen expansiv, also raumfordernd. Dabei schieben sie umliegendes Gewebe zur Seite, ohne jedoch hindurch zu wachsen. Ihre Zellteilungsrate ist eher niedrig. Von außen betastet sind sie verschiebbar und klar von anderen Strukturen abgrenzbar.
Bösartige Tumoren hingegen halten sich an keine Organgrenzen. Vielmehr wachsen sie durch alles hindurch, was ihnen in den Weg kommt (invasives Wachstum). Dabei zerstören sie die Strukturen, durch die sie hindurchwachsen (destruierendes Wachstum). Wachsen sie durch Blutgefäße hindurch, so siedeln sie dort Tochterzellen ab. Diese werden vom Blutstrom mitgeführt und bilden an anderer Stelle neue Tumoren (Metastasen).Ihr Wachstum verläuft exponentiell, also anfangs eher langsam, dann jedoch explosionsartig.
Daneben gibt es noch semimaligne Tumoren, die zwar ebenfalls invasiv durch ortsständiges Nachbargewebe hindurch wachsen, sie metastasieren jedoch nicht.
Ursachen der Tumorbildung:
Die Neigung zur Tumorbildung ist vererbbar. So haben Vergleichsstudien ergeben, das Töchter von Frauen mit Brustkrebs (Mammakarzinom) doppelt so häufig an Brustkrebs erkranken, wie Töchter von gesunden Müttern.
Ein weiterer Risikofaktor sind Röntgenstrahlen und radioaktive Bestrahlung. Die Leukämierate bei den Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki lag, Beobachtungen zufolge, beim zwanzigfachen der übrigen Bevölkerung.
Chemische Substanzen gelten besonders dann als krebserzeugend, wenn sie das Erbgut verändern. Die Liste krebserzeugender Chemikalien ist riesig. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: PCB (polychlorierte Biphenyle), PCP (Pentachlorphenol), PAK (polycyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) zu denen auch Benzpyrene zählen, jene Produkte, die entstehen, wenn beim Grillen Fett oder Öl auf die Glut tropft. Die Liste könnte fast endlos weitergeführt werden.
Bestimmte Viren stehen ebenfalls im Verdacht, krebsauslösend zu sein. So verursachen z.B. Papilliomviren Warzen, die den gutartigen Wucherungen zugerechnet werden können. Aber auch Gebärmutterhalskrebs wird durch Viren ausgelöst.
Alkohol und Nikotin gelten anerkanntermaßen als krebsauslösend. Alkohol verursacht u.a. Speiseröhren- Kehlkopf- und Leberkrebs. Nikotin verursacht Bronchial- Kehlkopf- und Mundbodenkrebs.
Weitere Ursachen sind u.a. Zytostatikatherapie und Strahlentherapie, aber auch langanhaltende Entzündungen können das Tumorwachstum begünstigen.
Allgemeine Warnzeichen, die eine ärztliche Abklärung unbedingt und schnellstens erforderlich machen:
ungewollte Gewichtsabnahme trotz ausreichender Nahrungsaufnahme
Appetitlosigkeit und plötzliche Abneigung gegen bestimmte Speisen, vor allem Fleisch
plötzlicher Leistungsknick, Schwäche und Müdigkeit
Schmerzen und/oder Juckreiz
Nachtschweiß
Blutungen aus Körperöffnungen gelten so lange als krebsverdächtig, bis das Gegenteil bewiesen ist
Veränderungen von Warzen, Muttermalen und Lebeflecken
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