Alzheimer: Informationen, Therapie & Behandlung

Die Alzheimerdemenz (auch: Alzheimer, Morbus Alzheimer, Demenz, Alzheimerdemenz)äußert sich durch zunehmende Vergesslichkeit der betroffenen Patienten. Alzheimer tritt gehäuft zwischen dem 60. und 80. Lebensjahr auf, Frauen sind häufiger betroffenen als Männer. Die Ursachen für diese Erkrankung sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Im Gehirn von Alzheimerpatienten finden sich stets Amyloidablagerungen. Amyloide sind sogenannte Protein-Polysaccharidkomplexe, also grob ausgedrückt Mischungen, bestehend aus Eiweiß und Zucker. Ob diese Amyloide verantwortlich für den Ausbruch der Krankheit sind, oder eher als Folge davon zu begreifen sind, ist nicht eindeutig geklärt. Auch hat man auf den Chromosomen 1 und 14 Alzheimergene entdeckt, deren Wirkung und Bedeutung jeoch ebenfalls noch unklar sind. Im Verlaufe der Erkrankung beginnt das Gehirn zu schrumpfen und mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume auszubilden.

Symptome:

Zunächst beginnt die Erkrankung langsam und schleichend mit einer leichten Vergesslicheit. In dieser Phase greifen Alzheimerpatienten meist zu Stift und Notizblock, um dadurch ihren Gedächtnisverlußt zu kompensieren. Im weiteren Verlauf der Krankheit nimmt die Vergesslichkeit zu. Hinzu kommen Veränderungen der Persönlichkeit der Betroffenen. Die Patienten neigen zu Gereiztheit bis hin zu übersteigerten Wutausbrüchen und feindseligem Verhalten auch gegenüber Angehörigen. Alzheimerpatienten sind keine einfachen Patienten. Sie leiden im weiteren Verlauf der Erkrankung unter Unruhe und Erregungszuständen, Orientierungsstörungen im zeitlichen wie auch örtlichen Sinne (Wo bin ich? Welches Jahr haben wir?). Im Endstadium ist der Patient völlig verwirrt und hilflos. Er erkennt selbst nahe Angehörige nicht mehr, kann sich auf nichts mehr konzentrieren und versteht auch nicht mehr, was zu ihm gesagt wird. Harn- und Stuhlabgang erfolgen unkontrolliert.

Therapie:

Eine wirksame Therapie der Alzheimerkrankheit existiert bis heute nicht, es gibt jedoch Hilfen, die das Los des Kranken und vor allem seiner Angehörigen erleichtern sollen.

Schulmedizinisch:

Um die Gehirndurchblutung zu verbessern und die Gefahr von Blutgerinnseln zu senken, wird als Gerinnungshemmer (Aggregationshemmer) zumeist Aspirin verabreicht.

In manchen Fällen hat sich die Gabe von sogenannten Neurotropika bewährt, die die Hirnleistung steigern sollen.

Der Kranke wird solange wie möglich aktiv in die Therapie mit einbezogen. Gute Ansätze bietet die Ergotherapie. Auch körperliche Bewegung kommt den Kranken zugute.

Naturheilkundlicher Ansatz:

Um die Gehirndurchblutung zu steigern, hat sich Ginko biloba bewährt, ebenso Panax Ginseng, wahlweise Eleuterokokkus (Taigawurzel), die dem Ginseng sehr ähnlich ist. Ebenfall nützlich ist die Optimierung der Herztätigkeit durch den zweigriffeligen Weisdorn (Crataegus oxyacantha).

Nicht weniger wichtig ist es, den Angehörigen Hilfen an die Hand zu geben für den täglichen Umgang mit den Kranken.

Kurze und eindeutige Anweisungen geben. Kurze Sätze bilden und im Bedarfsfall wiederholen. Alzheimerpatienten können schnell gekränkt sein. Anstatt Fehler zu kritisieren, empfiehlt es sich stattdessen, richtiges Handeln durch ein Lächeln, eine Berührung, ein Lob zu belohnen. Der Wunsch nach Lob verankert sich besser im Gedächtnis als die Furcht vor Kritik. Sehr viel Geduld ist unerlässlich.

Den Tagesablauf in einfache Rituale unterteilen, die Tag ein, Tag aus, ständig wiederholt werden müssen um sich im Bewußtsein des Kranken verfestigen zu können.

Gedränge, Lärm und große Räume verunsichern Alzheimerpatienten oftmals.

Alzheimerpatienten leben mit ihren Gedanken oft in der Vergangenheit. Dies sollte akzeptiert werden, da es das Langzeitgedächtnis anregt. Ausserdem kann man von dort sehr schön wieder in die Gegenwart überleiten.

Der Kranke sollte möglichst zu eigenständiger Aktivität motiviert werden. Tägliche Spaziergänge in gewohnter Umgebung sollten in die Alltagsritualistik aufgenommen werden

Reisen in ungewohnte Umgebung können das Krankheitsbild verschlechtern. Je höher der Wiedererkennungswert gewohnter Dinge und Abläufe des Patienten in seiner Umgebung ist, desto besser funktioniert auch seine Reizverarbeitung.

Wenn das sprachliche Ausdrucksvermögen des Patienten nachläßt, fehlende Worte durch Blicke, Berührungen und kleine Gesten ersetzen.

Verwirrte Menschen vergessen oft zu trinken und zu essen. Daher ist unbedingt auf eine ausgewogene Ernährung zu achten.

WICHTIG: Alzheimerpatienten bleiben solange auf der Toilette sitzen, bis sie wieder abgeholt werden. Also nicht vergessen. Nach einigen Stunden auf dem Toilettensitz ist die Blutzirkulation in den Beinen fast vollständig zum Erliegen gekommen und es droht eine Thrombose

Da der Schlaf- und Wachrhythmus bei Demenzkranken mitunter gestört ist, kann eine Tasse Kaffee morgends sehr hilfreich sein. Abends sollten dagegen eher beruhigende (Baldrian/Hopfen), psychisch ausgleichende (Lavendel/ Johanniskraut) Tees verabreicht werden.

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  • Ich hab gehört, daß wer seine Ernährung so umstellt, daß alle Nährstoffe, die das Gehirn für Nervenzellen usw. braucht, gegessen werden, es weniger zu Alzheimer kommt und da´ß wenn jemand sich nur von Fastfoof erährt, er auch eher Alzheimer gekommt.

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