Diabetes
Ich leide seid 4Jahren an Diabetes Typ2 Wer kann mir daq weiter helfen.Danke
Unter einem Diabetes mellitus versteht man das Unvermögen des Körpers infolge Insulinmangels, die Zuckeranteile des Blutes, die als Ergebnis der Verdauung anfallen, in die Zellen einzuschleusen.
Zucker (Kohlenhydrate) ist einer der wichtigsten Nährstoffe im menschlichen Körper. Allein das menschliche Gehirn benötigt für seine tägliche seine Arbeit ungefähr 60 bis 70 Gramm Zucker. Zuckermoleküle sind kettenförmige Gebilde unterschiedlicher Länge. Sie werden in unterschiedliche Kategorien eingeteilt, je nachdem wie kurz oder lang sie sind. Am längsten sind Stärkezucker wie Kartoffel- oder Getreidestärke. Es folgen Zweifachzucker wie Milchzucker (Laktose), Fruchtzucker (Fructose) sowie Rohr- oder Rübenzucker (Saccharose) und am kürzesten ist das Molekül des Traubenzuckers (Glucose). Im Darm werden dann die Zuckerketten solange zerteilt, bis nur noch kleine Glucosestückchen übrig sind, die wegen ihrer geringen Größe mühelos durch die Darmwand passen und so ins Blut gelangen können. Dort nützten sie jedoch nichts. Sie müssen zuerst vom Blut in die Zellen geschleust werden und dafür benötigen wir Insulin. Das Insulin wird produziert in den Inselzellen (Langerhanssche Inseln) unserer Bauchspeicheldrüse, daher auch der Name Insulin. Produziert die Bauchspeicheldrüse zuwenig davon, wird nicht genug Zucker durch die Zellmembrane hindurch ins Zellinnere geschleust. Daraus leitet sich der Name Diabetes ab, nämlich von Dia (griech. hindurch) und dem Wortteil bet (gehen/bewegen). Der Zusatz mellitus kommt von der lateinischen Bezeichnung für Honig. Ab einem bestimmten Punkt wird der Harn des Diabetikers süßlich, weil der Körper den Zuckerüberschuß im Blut verzweifelt über die Nieren ausscheiden versucht. Diabetes wird, abgesehen von wenigen Ausnahmen wie dem Schwangerschaftsdiabetes, in zwei Hauptgruppen unterteilt. Den Typ 1- und den Typ II Diabetes.
Diabetes mellitus Typ I
Der Diabetes vom Typ I kommt vor allem bei jüngeren Menschen vor und wird daher auch juveniler Diabetes genannt. Er ist die Folge eines absoluten Insulinmangels. Ursache ist die völlige Zerstörung der Inselzellen im Pancreas durch körpereigene Abwehrzellen. Wie unser Immunsystem auf die verrückte Idee kommt, ausgerechnet die Inselzellen unserer Bauchspeicheldrüse zum Feind zu erklären und anzugreifen, ist noch nicht vollständig geklärt. Forscher vermuten, das eine Viruserkrankung (z.B. Masern) dafür verantwortlich sein könnte. Der Typ I Diabetes entwickelt sich zumeist sehr schnell, manchmal sogar nur in Tagen bis Stunden. Er äußerst sich durch ständigen Durst und häufigen Harndrang, da der Körper auf diesem Weg den Zuckerüberschuß auszuscheiden versucht. Begleitet werden diese Symptome von Übelkeit und starkem Gewichtsverlust. Bei ausgeprägtem Krankheitsverlauf fallen Patienten sogar ins Koma.
Diabetes mellitus Typ II
Sehr viel allmählicher, fast schon schleichend, entwickelt sich hingegen der Typ II Diabetes. Er betrifft eher ältere Patienten über vierzig. Auch die Ursachen sind anders als beim Typ I Diabetes. Damit unsere Bauchspeicheldrüse weiß, dass sie Insulin produzieren soll, hat sie Rezeptoren, welche den Blutzuckergehalt regelmäßig messen. Ist dieser z.B. durch ständige Fehlernährung dauerhaft überhöht, sinkt die Zuckerempfindlichkeit der Rezeptoren ab und sie verlieren ihre Sensibilität. Hinzu kommt zumeist ein verlangsamter Glukoseabbau im Blut infolge chronischen Bewegungsmangels der betroffenen Person. Da sich dieser Diabetes eher schleichend entwickelt, ist auch die Symptomatik anfangs eher unauffällig. Mögliche Symptome sind Harnwegsinfekte, Hautpilzbefall und die Bildung von Furunkeln. Weitere Symptome rücken nach, wie z.B. After- oder Scheidenjucken (Pruritus) aber auch quälender ganzkörperlicher Juckreiz ist möglich. Hinzu kommen im fortgeschrittenen Stadium Symptome wie körperliche Schwäche / Leistungsknick, Sehstörungen, Polyneuropathie, Impotenz und schlechte Wundheilung, insbesondere an den Füßen. Erst im letzten Stadium treten dann die eigentlichen, klassischen Diabetessymptome wie ständiger Durst und vermehrtes Wasserlassen auf.
Therapie:
Der Typ I Diabetes ist nur schulmedizinisch behandelbar. Die Nahrung wird in Broteinheiten umgerechnet und künstliches Insulin in die Bauchdecke gespritzt. Bei einem Typ II Diabetes gibt es hingegen eine ganze Reihe von Möglichkeiten, um den Krankheitsverlauf günstig zu beeinflussen. Unerläßlich ist eine ballaststoffreiche Vollwerternährung, raffinierter Zucker aus der Fabrik ist tabu ebenso wie Toast und Weisbrot. Gut sind hingegen native Pflanzenöle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Fleisch und Wurst hingegen nur in Maßen, ca. 2-3 mal pro Woche. Um Blutzuckerspitzen zu vermeiden, langsam essen und gründlich kauen. Heilfasten kann Wunder wirken, sollte jedoch vorher unbedingt mit dem Arzt abgesprochen werden. Bei Typ I Diabetes oder Typ II Diabetes mit absolutem Insulinmangel kann es sonst zu gefährlichen Stoffwechselentgleisungen kommen. Als homöopathisches Komplexmittel hat sich 'Diabetan' bewährt. Auch sollte unbedingt eine Diabetesschulung gemacht werden, wie sie in vielen Kliniken und Ambulanzen angeboten wird. Zum Schutz der Füße und weiterer Extremitäten ist es sinnvoll, gefäßwirksame Mittel wie Ginko biloba einzusetzen. Zuguterletzt sei noch auf den großen Nutzen regelmäßiger körperlicher Bewegung hingewiesen. Spazierengehen, Wandern, Radfahren und Schwimmen verbessern die Glukosetoleranz deutlich und helfen zudem, Fett abzubauen. Wichtig ist zudem eine regelmäßige Kontrolle der Füße und Zehenzwischenräume auf kleinste Verletzungen oder Pilzbefall.
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