chronische Schmerzen: Informationen, Therapie & Behandlung

Schmerzen, chronische wie auch akute, unterteilen sich, je nach Entstehungsort, in drei unterschiedliche Schmerzformen.
In 1. den somatischen Schmerz, 2. den viszeralen Schmerz und 3. den neurogenen Schmerz.

1.
Der somatische Schmerz (griech. Soma = Körper) entsteht bei Schäden an:
Haut, Schleimhaut, Muskeln, Knochen, Gelenken und Bindegewebe. Dabei wird der somatische Schmerz noch einmal zusätzlich untergliedert in den Oberflächenschmerz, der in der Haut entsteht, sowie den Tiefenschmerz, der Bezug nimmt auf Muskeln, Knochen, Gelenken und Bindegewebe.

Der Oberflächenschmerz wiederum gliedert sich in zwei Phasen, den ersten- und den zweiten Oberflächenschmerz.
Der erste Oberflächenschmerz wird empfunden als hell, klar und genau lokalisierbar (Patient kann den Finger genau auf die schmerzende Stelle legen).
Der zweite Oberflächenschmerz folgt nach einer kurzen Pause. Er erscheint als dumpfer, diffuser, oft auch als brennender Schmerz, der eher langsam abklingt. Der Schmerz kann nicht mehr eindeutig lokalisiert werden. Anstatt den Finger auf die schmerzende Stelle zu legen, beschreibt der Patient damit einen Kreis um die schmerzende Stelle. Zumindest neurophysiologisch entspricht der zweite Oberflächenschmerz dem Tiefenschmerz. Als typischer Tiefenschmerz gilt zum Beispiel der Kopfschmerz.

2.
Der viszerale Schmerz bezieht sich auf die Eingeweide. Er entsteht durch :
Dehnung von Hohlorganen, Verkrampfungen der glatten Muskulatur, Durchblutungsstörungen und Enzündungen. Ähnlich dem Tiefenschmerz ist der viszerale Schmerz eher dumpfer Natur. Äußern kann er sich entweder als Dauerschmerz, der ständig gleich bleibend stark auftritt, oder als an- und abflauender Kolikschmerz.

3.
Der neurogene Schmerz ist die Folge von Schädigungen an den Nerven. Er schießt blitzartig ein, lässt sich jedoch nicht eindeutig lokalisieren. Vielmehr projeziert er sich selbst von den betroffenen Nervenendigungen in die Körperperipherie von wo aus er in benachbarte Bereiche ausstrahlt.

Man spricht von chronischen Schmerzen, wenn diese über den Zeitraum eines halben Jahres hinweg entweder ständig anhalten oder häufig wiederkehren. Eine direkte Gewebeschädigung ist bei chronischen Schmerzen oft nicht mehr in eine konkreten Beziehung zum Schmerz selbst zu bringen. Psychosoziale Komponenten können von Fall zu Fall nicht ausgeschlossen werden. Dabei ist der chronische Schmerz äußerst anstrengend und zermürbend, da er in seiner Schmerzqualität nicht nachlässt und den Betroffenen daher keine Möglichkeit lässt, sich zu erholen und Kraft zu sammeln für den Widerstand gegen die nächste Attacke.

Therapie:

Die Schmerztherapie erfolgt stets individuell.
Zunächst gilt es, die Ursache für den Schmerz zu finden und zu beseitigen. Schmerz ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, welches uns Aufschluss gibt über einen Mangelzustand oder eine Schädigung. Zugleich kann eine Schmerzberuhigung durch Schmerzmittel (Analgetika) gereizten Nerven die Möglichkeit verschaffen, sich zu erholen. Bei chronischem Dauerschmerz kommt eine breite Palette unterschiedlicher Analgetika zur Anwendung, die jedoch allesamt die Gefahr einer Gewöhnung und somit einer Abhängigkeit in sich bergen. Hier liegt es in der Verantwortung des behandelnden Arztes oder Heilpraktikers, die richtige Entscheidung zu treffen

Therapien für chronische Schmerzen

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