Inkontinenz: Informationen, Therapie & Behandlung

Harninkontinenz (auch: Blaseninkontinez), ist das Unvermögen, den Harnabgang willentlich zu steuern, bzw. zurück zu halten. Sie geht einher mit unwillkürlichen Harnabgängen insbesonders bei älteren Personen, welche in unterschiedlich ausgeprägter Form auftreten können. Die Harninkontinenz läßt sich unterteilen in drei Schweregrade.

Grad I
Geringfügiger Abgang von Urin bei stärkerer körperlicher Anstrengung bzw. Einsatz der Bauchpresse bei Lachen, Niesen oder Husten.

Grad II
Unwillkürlicher Abgang von Harn bereits bei leichten körperlichen Belastungen oder Erschütterungen wie z.B. Gehen, Treppensteigen oder Tragen.

Grad III
Unwillkürlicher Harnabgang ohne körperliche Belastung und in Ruhelage (eher seltenes Vorkommen)

Eine ganze Reihe unterschiedlicher Ursachen können für die Inkontinenz verantwortlich sein. Daraus resultierend ergeben sich mehrere Unterformen der Harninkontinenz

Streß- oder Belastungsinkontinenz: Sie ist häufig bedingt durch einen Östrogenmangel nach der Menopause, gerne in Kombination mit einer Beckenbodenschwäche, die infolge einer Gebärmutter- oder Blasensenkung nach einer Geburt auftritt. Zumeist betroffen sind Frauen über 50. Bei Männern tritt die Streßinkontinenz eher als Folge einer Prostataoperation auf.

Urge-Inkontinenz, auch als Dranginkontinenz bezeichnet: Sie tritt auf in Kombination mit einem geradezu überfallartig auftretenden, starken Harndrang. Die Betroffenen Personen schaffen es einfach nicht mehr bis zur Toilette. Ursächlich verantwortlich sind Entzündungen oder Tumoren der ableitenden Harnwege in Blase, Harnröhre oder Beckenboden.

Neurogene Inkontinenz, auch Reflexinkontinenz: Sie tritt auf infolge einer gestörten Verbindung zwischen Gehirn und den für die Blasenfunktion zuständigen Rückenmarkszentren. Verantwortliche Ursachen hierfür sind Querschnittslähmung, Diabetes mellitus, Therapie der Parkinsonschen Erkrankung, Multiple Sklerose oder Operationen der Bandscheiben.

Überlaufinkontinenz: Durch Verengung des Blasenausgangs z.B. bei Prostatavergrößerung bedingt weitet sich die Harnblase (Vesica urinaria) und leiert dabei aus (Balkenblase). Da sie sich nicht mehr richtig zusammen ziehen kann, kommt es in der Folge zu unwillkürlichem Harntröpfeln sowie der häufigen Entleerung kleiner Harnmengen

Die Annahme, Inkontinenz sei eine ganz natürliche Alterserscheinung ist ebenso falsch wie abwegig. Sie sollte in jedem Fall behandelt werden. Dazu eignen sich Übungen zur Stärkung der Beckenbodenmuskulatur, auch sollte ein möglicher Infekt der Harnwege differentialdiagnostisch abgeklärt werden. Bei Frauen über 50 können östrogenhaltige Vaginalzäpfchen gute Erfolge bringen. Ist eine Schwäche der Schließmuskulatur durch den Arzt nachgewiesen, kann diese medikamentös stimuliert werden. Wenn alle Mittel versagen, ist auch operative Hilfe möglich.

Problematisch wird die Situation für die Betroffenen, wenn sie intuitiv ihre Trinkmenge zurückschrauben und auf nierenanregende Mittel (Diuretika) verzichten. Durch den Flüssigkeitsmangel werden u.a. die Nieren in Mitleidenschaft gezogen. Als letztes Mittel bleibt nur die situative Inkontinenzversorgung durch Einlagen, Inkontinenzhosen oder Beinbeutel. Im extremen Fall ist eine Harnableitung über einen geeigneten Schlauch (Blasenkatheter) unvermeidbar.

Therapien für Inkontinenz

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Operation

Eine chirurgische Operation umschreibt eine Therapieform, die mit einer Öffnung des Körpers einhergeht. Wäh...

Stat1-normal
33%
der Fälle
Verwendet von 3 Personen.
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INKO - Fachschwester

Keine Therapie. Wird entfernt.

Stat4-normal
100%
der Fälle
Verwendet von 1 Personen.
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Blase Pflaster

Keine Therapie. Wird entfernt.

Stat4-normal
100%
der Fälle
Verwendet von 1 Personen.
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Solifenacin

Solifenacin ist ein Arzneistoff der pharmakotherapeutischen Gruppe der Urologischen Spasmolytika zur Behand...

Stat4-normal
100%
der Fälle
Verwendet von 1 Personen.
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nein

Keine Therapie. Wird entfernt.

Stat0-normal
0%
der Fälle
Verwendet von 1 Personen.
nein für Inkontinenz bewerten
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