Gerinnungshemmer: Therapie und Behandlung | imedo.de

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Eine Thrombose (Phlebothrombose, Thrombophlebitis) ist ein Propf aus geronnenem Blut, der in einer Vene heranwächst. Daher gilt es, diesen aufzulösen, bevor er sich losreißt und, im Blutstrom mitgeführt, zu einer Embolie führt.
Dazu verwendet die Schulmedizin klassischerweise Gerinnungshemmer, so genannte Antikoagulantien ( Anti = gegen und Koagulatio = Zusammenballung). Diese sorgen dafür, dass das Blut langsamer gerinnt als bisher. Dadurch kommen verletzungsbedingte Blutungen nach wie vor zum Stillstand, benötigen dafür jedoch mehr Zeit als zuvor. Zugleich werden, bereits bestehende Verklumpungen in den Gefäßen aufgelöst.

Die üblicherweise verwendeten Gerinnungshemmer sind:

Acetylsalicylsäure (ASS), eine Substanz welche natürlich in der Rinde der Silberweide (Salix alba) vorkommt. Sie unterbindet die Zusammenballung von Blutplättchen (Thrombozyten) im Blut und verzögert dadurch die Gerinnung (Thrombozytenaggregationshemmer). Als chemisch synthetisiertes Präparat ist sie vor allem bekannt unter dem Namen Aspirin®. Die Langzeitwirkung von Aspirin® wird leicht unterschätzt. So kann die Einnahme von nur einer einzigen Tablette eine Wirkungsdauer von bis zu einer Woche entfalten. Im Vorfeld von Operationen sollte die Einnahme von Aspirin® daher unbedingt mit dem behandelnden Arzt abgeklärt werden.

Heparin, ein starker und sofortwirksamer Gerinnungshemmer, der vor allem in körpereigenen Leberzellen (griech. Hepar = Leber) gebildet wird. Er wird über die Venen injiziert und zählt zu den verschreibungspflichtigen Medikamenten. Heparin wird vor allem standartmäßig in der Herzmedizin (Kardiologie) eingesetzt. Hier dient die Substanz vor allem der Verhütung von Blutgerinnseln an den Herzklappen.

Cumarinderivate (Cumarinabkömmlinge) orientieren sich in ihrer Molekularstruktur sowie ihrer pharmakologischen Wirkung an dem Wirkstoff Cumarin, einem in Gräßern natürlich vorkommenden Fraßgift, welches Fressfeinde aus dem Tierreich fernhalten soll. Insbesondere in der Herzmedizin kommt dieser Wirkstoff zum Tragen. Cumarinderivate werden oral verabreicht, also geschluckt. Sie dienen vor allem der Nachbehandlung von Herzklappenoperationen. Da sie außerordentlich lange wirken, ist deren Einnahme mit Risiken verbunden. Cumarinderivate können sich im Körper anreichern (kumulieren) und dann zu einer zu starken Gerinnungshemmung führen. Regelmäßige Gerinnungstest sind daher bei der Einnahme von Cumarinderivate üblich.

Hirudin
ist eine Eiweißverbindung (Protein), das von Blutegeln (Hirudo medicinalis) in deren Speichel gebildet wird. Da Blutverklumpungen im Verdauungstrakt des Egels unweigerlich zu dessen Tod führen würden, ist er auf dieses Protein bei der Nahrungsaufnahme angewiesen. Während in der Naturheilkunde echte Blutegel verwendet werden, um Blutgerinnsel aufzulösen, verwendet die Schulmedizin gentechnisch hergestelltes Hirudin (Lepirudin).

Krankheiten, bei denen Gerinnungshemmer eingesetzt wird

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Apoplex

Schlaganfälle (auch: Schlaganfall, Hirnschlag, Apoplex, Apoplektischer I...

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Gerinnungshemmer gegen Apoplex

Gerinnunghemmer wie ASS (Aspirin) oder Marcumar können bei bekannter Infarkt-Neidung das Risiko, einen (weiteren) Schlaganfall zu erleiden, stark vermindern.

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