Strahlentherapie: Therapie und Behandlung | imedo.de

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Unter einer Strahlentherapie (auch: Radiotherapie, Radioonkologie) versteht man den lokal begrenzten Beschuss von bösartigen Krebsgeschwüren (Tumoren) mit energiereicher Strahlung.
Eigentliches Ziel der Bestrahlung ist dabei der Zellkern mit der darin enthaltenen Erbinformation DNA. Durch die Bestrahlung laden sich die langen DNA-Ketten auf (Ionisierung) und es entstehen freie Radikale sowie Brüche in der DNA. Dadurch werden die Tumorzellen so stark geschädigt, dass sie ihre Teilungsfähigkeit verlieren und absterben.
Entscheidend bei der Bestrahlung ist daher deren ionisierende Eigenschaft. Nicht ionisierende Strahlung wie z.B. Mikrowellen, Licht, Wärmestrahlung (Infrarotstrahlung) oder Ultraschall sind für die therapeutische Bestrahlung von Tumoren ungeeignet. Eine solche Strahlentherapie kann dabei alleine oder auch in Verbindung mit einer Chemotherapie eingesetzt werden.
Zu den hochenergetischen ionisierenden Strahlen zählen

Röntgenstrahlung:
Sie wird auf zweierlei Art erzeugt.

  1. Zum einen durch die starke Beschleunigung von geladenen Teilchen. Dies geschieht in einer Glühwendel, die, vergleichbar einem Teilchenbeschleuniger, die Elektronen auf annähernd Lichtgeschwindigkeit bescheunigt. Die Glühwendel fungiert hierbei als Kathode. Die beschleunigten Elektronen treffen anschließen auf eine Anode, in welcher sie stark abgebremst werden. Dabei entsteht sogenannte Bremsstrahlung, die als Röntgenstrahlung ungefähr 1 % der eingestrahlten Energie umfasst und die restlichen 99% in Wärme umsetzt.
  2. Die zweite Möglichkeit, Röntgenstrahlung zu erzeugen, besteht darin, durch Elektronenstöße Elektronen aus den Schalen von Metallatomen herauszuschlagen. Während die Löcher in den Schalen durch andere Elektronen wieder aufgefüllt werden, entsteht die typische Röntgenstrahlung.


Gammastrahlung:
Sie wird erzeugt durch den Einsatz von Kobalt- 60 oder Cäsium- 137. Dies sind radioaktive Elemente (radioaktive Nuklide), die während ihres Zerfalls radioaktive Gammastrahlung abgeben.

Krankheiten, bei denen Strahlentherapie eingesetzt wird

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Brustkrebs

Brustkrebs (auch: Mamma-Ca, Tumoren der Brust, Mammakarzinom) ist der hä...

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ZitkovicMarx

Strahlentherapie gegen Brustkrebs

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ZitkovicMarx

Strahlentherapie gegen Brustkrebs

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Charon

Strahlentherapie gegen Brustkrebs

Da Brustkrebs die häufigste Krebserkrankungen bei Frauen ist, existieren zu Recht unterschiedliche Behandlungsansätze, die oft miteinander in Kombination zu langanhaltendem Erfolg führen. Die Strahlentherapie bedeutet hierbei, dass mit verschiedenen Verfahren/Methoden versucht wird, das entartete Gewebe in der Brust mit ionisierenden Partikeln oder durch starke Hitzeentwicklung zu zerstören, so dass der Körper das tote Gewebe dann selbstständig abbauen kann. Hierbei wird also die Patientin nicht "verstrahlt" sondern lediglich mit Energieteilchen punktgenau an der Stelle des ermittelten Krebsherdes beschossen, so dass eine Schädigung für das umliegende Gewebe, den ganzen Körper, gering gehalten wird. Trotzdem sollte nicht unerwähnt bleiben, dass es durch die lokale hohe Energiedosis, welche 1.000 mal höher als die tägliche Dosis ist, welche wir Menschen ausgesetzt sind, natürlich zu Hautveränderung in unterschiedlicher Ausprägung kommt, kommen kann. In der Strahlentherapie selbst existieren wieder unterschiedliche Formen und Anwendungsmöglichkeiten bei verschiedenen Größen und Auswachsungen des Brustkrebs. So wird die klassische, Radiotherapie (Strahlentherapie mit Hochenergieteilchen) generell nach Operation (postoperativ) der Brust infolge größerer Tumore durchgeführt, wenn ebenfalls schon die Lymphknoten befallen waren, angeraten. Unabdingbar ist sie bei einer Lumpektomie (Entfernung des Tumorgewebes unter Erhalt der gesamten Brust), um sämtliche Streumöglichkeiten des auch nur kleinsten, möglichen Restes an verstecktem Tumorgewebe im Herd auszuschliessen. Denn nichts ist schlimmer, als ein Rückfall, Wiederkehr des Tumors (rezidiv). Die Nebenwirkungen der Strahlentherapie sind sehr individuell und auch altersabhängig: Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden, Antriebslosigkeit... Mittlerweile werden Methoden wie die Chemostrahlentherapie, offene Bestrahlung der Wunde bei Operation und Wärmepunktbestrahlung erprobt, in den großen Kliniken bereits erfolgreich angewendet. Durch die Kombination der unterschiedlichen Disziplinen: Diagnose Gynäkologie, Versorgung Onkologie, Operation durch Chirurgie und Radiologie, sowie Chemotherapie unter Begleitung durch die Onkologie; senken die Sterberate an Brustkrebs und viel wichtiger die Rückfallrate weiter. Wird die Vorsorge ab um das 35. Lebensjahr eingehalten, so bestehen heutzutage sehr gute Chancen bei möglichem Entdecken einer bösartigen Geschwulst, dass Frau diesen Krebs über kurz oder lang ohne Wiederkehr besiegt.

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