Alkohol
Ein Gläschen in Ehren… Alkohol ist beliebt und hat einen festen Platz in der Gesellschaft eingenommen. Dies liegt in erster Linie an seiner berauschenden und stimmungssteigernden Wirkung. Weniger Hemmungen, mehr Kommunikationsfreude. Doch wird ein Glas zu viel getrunken, treten die negativen Begleiterscheinungen von Alkohol in den Vordergrund: Die eben noch gelöste Stimmung schlägt um in Gereiztheit, Aggression oder Gewalt. Die Vergiftung, ausgelöst durch den ansteigenden Blutalkoholspiegel, hat Wahrnehmungsstörungen und eine Beeinträchtigung von Sprache, Urteilskraft und Koordination zu Folge. Ein sehr hoher Promillegehalt kann zu Koma und Tod führen.
Das Gesundheitsportal imedo.de stellt auf dieser Themenseite das legale Suchtmittel Alkohol in den Mittelpunkt. Informieren Sie sich über Krankheiten wie Alkoholismus, tauschen Sie sich mit der Gesundheitsgemeinschaft über Folgen von Alkohol und Alkoholmissbrauch aus und lesen Sie Erfahrungsberichte von Alkoholikern.
Alkohol: Wirkung
Alkohol gelangt über die Schleimhaut des Verdauungstraktes in das Blut und wird darüber im gesamten Körper verteilt, die höchste Alkoholkonzentration im Blut ist eine halbe bis eine Stunde nach Alkoholaufnahme erreicht. Gelangt Alkohol über das Blut in das Gehirn, wird der Neurotransmitter Dopamin freigesetzt, der das Belohnungssystem aktiviert und die wohltuende Wirkung auslöst. Alkohol wird hauptsächlich über die Leber abgebaut, ein kleiner Teil wird aber auch über Schweiß, Urin und Atem ausgeschieden. Die Abbauzeit in der Leber liegt bei circa 0,1 – 0,2 Promille pro Stunde, die individuelle Abbauzeit ist von verschiedenen Faktoren abhängig.
Folgen von Alkohol
Regelmäßiges Trinken wirkt sich unmittelbar auf den Körper aus. Da Alkohol über das Blut überall hingelangt, werden auch Zellen im ganzen Körpergewebe und in den Organen geschädigt. Betroffen sind davon hauptsächlich Leber (Fett-Leber, Leber-Entzündung, Leberzirrhose), Herz, Bauspeicheldrüse und Nervensystem.
Alkoholsucht
Wird Alkohol über einen längeren Zeitraum konsumiert, kann dies eine psychische und körperliche Abhängigkeit erzeugen. In den „Diagnostischen Leitlinien für das Abhängigkeitssyndrom“ wird Alkoholsucht oder Alkoholismus bescheinigt, wenn innerhalb des letzten Jahres drei der insgesamt sechs Kriterien erfüllt wurden:
- Innerer Zwang zu Alkoholkonsum
- Beginn, Ende und Verbrauch sind vermindert kontrollierbar
- körperliches Entzugssyndrom tritt auf
- immer höhere Dosen erforderlich
- Interessen werden vernachlässigt
- Fortsetzung des Alkoholkonsums trotz Kenntnis über die Folgen
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