Drogen
Laut Definition der WHO werden alle Wirkstoffe als Drogen bezeichnet, die keine Lebensmittel sind und Funktionen verändern können. Im engeren Sprachgebrauch werden Drogen als Rauschmittel bezeichnet, die zur Abhängigkeit oder Sucht führen können und bewusstseinsverändernd wirken. Am weitesten verbreitet sind Koffein, Nikotin, Alkohol und Cannabis. Neben Cannabis (Haschisch, Marihuana) zählen Ecstasy (MDMA), Halluzinogene (LSD, Pilze, Meskalin), Kokain (aus den Blättern des Coca-Strauchs), Opiate (aus dem Milchsaft des Schlafmohns), Amphetamine (Speed) zu den illegalen Drogen.
Mit der Themenseite „Drogen“ werden die Inhalte des Gesundheitsportal imedo.de zu diesem Themenbereich gebündelt dargestellt. Neben fachlichen Informationen im Medizinlexikon und Erfahrungsberichten über Suchterkrankungen und Entzug finden Sie Gruppen und Foren, die sich mit dem Thema Sucht und Drogen befassen.
Drogen und Sucht
Als illegale Drogen werden alle Drogen bezeichnet, deren Besitz, Konsum und Handel im Betäubungsmittelgesetz geregelt ist. Dabei sind Substanzen entweder prinzipiell verboten (zum Beispiel Haschisch oder Kokain) oder sind für die medizinische Nutzung freigegeben (Morphin, Amphetamine). Fast alle bergen einen großen Suchtfaktor.
Die am häufigsten konsumierte, illegale Droge ist Cannabis, bekannt aus der Studentenbewegung der 60er Jahre. Marihuana wird aus Blüten und Blättern der Pflanze gewonnen, Haschisch aus ihrem Harz. Eine körperliche Abhängigkeit von Haschisch konnte bisher nicht nachgewiesen werden, fest steht allerdings, dass Cannabis psychisch abhängig, also süchtig, macht.
Die Rangliste der gefährlichsten Drogen im Sinne von Suchteffekten, sozialen Schäden und körperlich-seelischen Folgen führt laut einer Untersuchung der Universität von Bristol Heroin an, gefolgt von Kokain, Barbituraten (Beruhigungsmittel) und dem Heroinersatzstoff Methadon.
Suchthilfe
Suchterkrankungen ziehen sich quer durch alle Milieus. Die Abhängigkeit von Drogen schädigt aber nicht nur die eigene Gesundheit und verändert die Persönlichkeit, sondern führt oft auch ins soziale Abseits. Für viele ist ein Entzug oder eine Drogen-Therapie der letzte Ausweg, doch die Rückfallquote ist ernüchternd: Nur ein Drittel der Betroffenen bleibt abstinent. Wichtig ist die Begleitung durch einen erfahrenen Psychotherapeuten oder eine Suchtberatung. Bei einer Therapie erfolgt nach dem körperlichen Entzug eine Phase der Entwöhnung und schließlich die Nachbetreuung durch Psychotherapeuten und Suchtberatung.
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