Botox zur Faltenglättung

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Bekannt unter dem Namen „Botox“ wird Botulinum seit Jahrzehnten als gut untersuchtes, sehr sicheres und bestens dokumentiertes Medikament in der Medizin eingesetzt. Primär wurde es in der Neurologie und Augenheilkunde angewendet, seit circa 20 Jahren auch in der Ästhetik zur effektiven Beseitigung von mimischen Gesichtsfalten. Geeignet sind vor allem jüngere Frauen und Männer ab dem 30. Lebensjahr, aber auch über das 60. Lebensjahr hinaus findet Botox Verwendung, dann oftmals in Kombination mit Hyaluron.

Glätten lassen sich mit Botox alle mimischen Falten, das heißt die Stirnfalten, Zornesfalten, Krähenfüße, Oberlippenfältchen und das sogenannte „Erdbeerkinn“, sowie einige weitere seltenere Indikationen. Botox kann auch bei nächtlichem Zähneknirschen eingesetzt werden. Desweiteren kann Botox auch zur Bekämpfung von übermäßiger Schweißbildung (axilläre Hyperhidrosis) verwendet werden.

Eine Botox Behandlung darf nur vom erfahrenen und geschulten Facharzt durchgeführt werden. Sie dauert etwa fünf bis zehn Minuten und führt bei korrekter Durchführung zu sehr natürlichen Ergebnissen. Die Resultate sind geglättete Haut sowie ein frisches, erholtes Aussehen. Das Botox wirkt über eine gezielte Entspannung der Gesichtsmuskulatur. Der Vorteil ist, dass es keine Überkorrektur geben kann. Studien haben gezeigt, dass die Entspannung der Gesichtsmuskulatur zu einer Besserung von Depressionen führen kann. Ein weiterer schöner Nebeneffekt ist, dass sich auch Migränepatienten über eine gleichzeitige Verbesserung ihrer Kopfschmerzen freuen dürfen. Sofern diese durch muskuläre Verspannungen bedingt sind, mildern sich die Schmerzen und können sogar für drei bis sechs Monate völlig verschwinden.

Botox ist das Mittel der Wahl für all jene Personen, die natürliche Ergebnisse vor allem im Stirn und Augenbereich wünschen, deren Falten noch nicht zu tief sind oder die einfach eine Faltenprophylaxe wünschen, denn solange das Botox wirkt, entstehen Falten erst gar nicht.

Die Behandlungen mit Botox zeigen die besten Ergebnisse, wenn sie im ersten Jahr drei bis vier Mal und ab dem zweiten Jahr zwei bis drei Mal durchgeführt werden. Eine Abhängigkeit gibt es nicht, denn die Behandlungen können jederzeit abgesetzt werden, ohne dass irgendwelche Nachteile zu erwarten sind. Im Gegenteil: Botox schafft sogar einen „Zeitgewinn“, indem die Alterung der Haut im behandelten Areal während der Zeit der Wirkung gebremst wird. Das heißt Botox hält für uns quasi die Zeit an…

 

Dr. med. Irene Konlechner