Das weiße Gold: Wundermittel Salz

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Im Volksmund ist Salz die Würze in der Suppe des Lebens. Tatsächlich schmecken Speisen mit Salz deutlich besser und manche sind erst durch das Salz genießbar. Als kostbares und teures Gut hat es sich in der Vergangenheit den Beinamen „Weißes Gold“ verdient. Heutige Ernährungstrends raten von Salz eher ab, doch richtig konsumiert und angewendet, ist es ein Wundermittel für unsere Gesundheit.

Wundermittel Salz – weil es so viel kann

Salz hatte in der Vergangenheit schon immer einen hohen Stellenwert und gehörte zu den begehrtesten Gütern. Seine Wichtigkeit ist unter anderem auch durch seine Funktion als hervorragendes Konservierungsmittel von Fleisch, Fisch und Gemüse begründet. Mit der Erfindung von Kühlschränken und Kühltruhen sank die Bedeutung des Salzes, was sich auch in seinem jetzigen Preis widerspiegelt. Salz ist aber nicht gleich Salz. Man unterscheidet je nach der Art der Gewinnung zwischen Meersalz, Salinensalz und Steinsalz. Meersalz wird aus den verdunsteten Salzkrusten von Meeren gewonnen, das Steinsalz wird in Salzminen und Salzbergwerken abgebaut und das Salinensalz wird aus unterirdischen Solen gewonnen. Meersalz gilt als besonders gesund, da es neben Natriumchlorid auch noch geringe Mengen und Spuren von wertvollen Stoffen wie Kalium und Magnesium enthält. Doch Salz ist viel mehr als ein Gewürz. Bereits die ägyptische Königin Kleopatra verwendete für ihre berühmten Bäder auch das Salz aus dem Toten Meer. Kein Wunder, denn kein anderes Salz weist einen derart hohen Mineralstoffgehalt auf. Besonders bei Menschen mit Hautproblemen wie beispielsweise Akne oder Neurodermitis sind Therapien mit Salz wie spezielle Bäder und Peelings sehr empfehlenswert. Sie wirken beruhigend und desinfizierend. Auch Mundspülungen mit Salz wirken antibakteriell und das Gurgeln mit einer Salzlösung bekämpft Halsschmerzen. Verstopfte Nasen werden erfolgreich mit meersalzhaltigen Nasenspülungen befreit. Auch im Haushalt ist Salz ein treuer Helfer, wenn es um viele Tipps und Tricks geht.

Auf die richtige Menge kommt es an

Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig lautet die Devise beim Salzkonsum. Zu viel Salz fügt dem Körper elementare Schäden zu, insbesondere die Nieren, das Herz- und Kreislaufsystem sowie der Knochenapparat sind davon betroffen. Das Salz strafft, entschlackt und hilft dem Körper, vorhandene Giftstoffe auszuscheiden. Obwohl heutige Ernährungstrends eher vom Salzkonsum abraten, sind von salzlosen Diäten unbedingt die Finger zu lassen. Wird zu wenig Salz aufgenommen, kommt der Wasserhaushalt durcheinander und es kommt zu Mangelerscheinungen und Zellschäden. Ernährungswissenschaftler empfehlen daher eine Salzaufnahme von etwa 6 Gramm pro Tag. Empfehlenswert ist besonders jodiertes Kochsalz. Jod ist ein lebenswichtiger Stoff, der hauptsächlich für die Bildung von Schilddrüsenhormonen verantwortlich ist. Die Hormone der Schilddrüse sind wiederum wichtig für die körperliche und geistige Entwicklung sowie zahlreiche Stoffwechselvorgänge im Körper. Jodmangel führt zu ernstzunehmenden gesundheitlichen Folgen wie beispielswiese zur Kropfbildung, Gewichtszunahme, Müdigkeit und Leistungsabfall sowie einer allgemeinen Schwächung des Immunsystems. Neben dem Jod ist ebenso auf das Fluorid im Salz zu achten, denn Fluorid trägt wesentlich zum Schutz unserer Zähne bei.

 

Sandra Musa