Jeder Fünfte Deutsche steht unter Dauerdruck. Die Folgen: Überforderung, Rastlosigkeit und innere Unruhe.
(Quelle: www.tk.de/tk/aktionen/jahr-der-gesundheit-stress/tk-stressstudie/611776)

Der direkte Weg zur inneren Ruhe

Bei der Behandlung von innerer Unruhe ist nicht nur ein Ansatz wichtig: Entscheidend ist eine ganzheitliche Strategie aus Bewegung, Ernährung, Entspannung, Einschlafritualen und pflanzlicher Medikation. Das sagen auch Experten. So wurde im Juni 2014 eine Initiative gegen innere Unruhe gegründet.

Die Experten dieser Initiative aus den Bereichen Psychosomatik, Schlafmedizin und Physiotherapie kamen anhand Ihrer Erfahrungen zu dem Schluss, dass sich innere Unruhe nur ganzheitlich bekämpfen lässt.


Ruhig etwas ändern

Um Symptome innerer Unruhe und Einschlafstörungen in den Griff zu bekommen, gibt es viele Möglichkeiten, die allein durch kleine Änderungen der Gewohnheiten umgesetzt werden können.






Bewegung & Ernährung

Sportliche Betätigung hilft Stress abzubauen und Anspannungen zu lösen. Wenn Sie im Alltag keine Zeit für einen sportlichen Ausgleich finden, reicht es auch, kurz von dem Schlafengehen eine kleine Runde spazieren zu gehen. Die frische Luft tut gut und die Muskelverspannungen werden gelöst. Auch eine ausgewogene Ernährung ist wichtig, um Konzentration und Motivation zu gewährleisten. Hat der Körper zu wenig Vitamine und Spurenelemente, kann er sich schnell schlapp und motivationslos fühlen. Um Einschlafstörungen zu verhindern, sollte die Mahlzeit am Abend nicht zu spät und zu schwer ausfallen.




Frei von der Seele

Viele Menschen beschäftigen sich abends im Bett mit den Geschehnissen des Tages. Die Gedanken kreisen um die erlebten Ereignisse, aber auch um den morgigen Tag. Eine gute Empfehlung ist es die Gedanken niederzuschreiben. Dies kann in einem Tagebuch oder einem Brief an sich selbst geschehen. So sind die Gedanken auf dem Papier und damit aus dem Kopf.




Positives verankern

Mit dem „Anker“-Prinzip lassen sich im Alltag entspannte Situationen bspw. durch den Druck von Zeigefinger auf den Daumen schaffen. Das Prinzip stammt aus dem NLP (Neuro-linguistischem Programmieren). Man erinnert sich an einen schönen Augenblick (z.B. letzter Urlaub) und drückt dabei den Daumen und Zeigefinger zusammen. Wird die Bewegung öfter ausgeführt, verbindet das Gehirn diese mit einer positiven Wahrnehmung. Die Folge ist Entspannung.




Psychotherapie

Wenn der Betroffene allerdings merkt, dass er an einen Punkt kommt, an dem er nicht mehr alleine weiter weiß, ist professionelle Hilfe angeraten. Mit der Unterstützung eines Psychotherapeuten kann der Betroffene mehr über seine Persönlichkeit herausfinden und an sich arbeiten, um besser mit dem Stress im Alltag umgehen zu können.




Ruhig schlafen

Überprüfen Sie Ihre Schlafgewohnheiten! Bereiten Sie sich und Ihren Körper auf den Schlaf vor, indem Sie mindestens eine halbe Stunde bevor Sie zu Bett gehen das Tempo deutlich drosseln und nichts Anstrengendes, Aktivierendes oder Aufwühlendes mehr tun. Schalten Sie den Fernseher ab, den PC aus und legen Sie die Arbeit beiseite. Auch intensive sportliche Aktivitäten sollten nicht so kurz vor dem Zubettgehen unternommen werden.

Die Bilder aus Fernsehen und PC, die erschütternden Nachrichten oder spannenden Filme verfolgen uns bis in unseren Schlaf hinein. An entspannenden, erholsamen Schlaf ist so nicht zu denken! Machen Sie abends gezielt Dinge, die Sie beruhigen. Dazu zählen z.B. Handarbeiten, Malen oder Ähnliches. Hören Sie sanfte, beruhigende Musik oder nehmen Sie ein Schaumbad.

Notieren Sie alle Gedanken, die Ihnen spätabends noch durch den Kopf gehen und Ihren Schlaf verhindern in einem Schreibheft. Legen Sie das Heft auf Ihren Nachttisch - so können Sie Ihre Gedanken sofort notieren und müssen sie nicht länger kreisförmig in Ihrem Kopf festhalten.

Tipps zum schnelleren Ein- und Durchschlafen

  • Entwickeln Sie ein Einschlafritual – z.B. Milch mit Honig, ein Buch lesen, in der Badewanne entspannen
  • Versuchen Sie immer zur gleichen Uhrzeit ins Bett zu gehen
  • Sorgen Sie für frische und kühle Luft im Schlafzimmer
  • Bewegen Sie sich am Tag, das erleichtert das Einschlafen
  • Schreiben Sie Ihre Ideen, Gedanken und Grübeleien für den nächsten Tag auf
  • Verzichten Sie auf Aufputschmittel wie Koffein



Ruhig entspannen

Entspannen kann man sich auf unterschiedlichste Weise und stetig gibt es neue Angebote. Eine Methode der Entspannung stellt autogenes Training dar. Ddabei werden die Gedanken auf den eigenen Körper gerichtet, so dass die Körperteile warm und schwer und der Atem ruhiger werden. Bei der Progressiven Muskelrelaxation (PMR) nach Jacobsen werden die unterschiedlichen Muskeln nacheinander erst kurz angespannt und dann losgelassen, um durch die Schaffung eines Körperbewusstseins die gesamte Muskelspannung zu senken. Des Weiteren gibt es noch verschiedene asiatische Methoden, wie zum Beispiel Qigong, Thai Chi und Reiki. Bekannt und sehr beliebt ist auch Yoga, entweder eher auf Meditation und geistige Konzentration oder auf teilweise auch anstrengende Körper- und Atemübungen ausgelegt. Da nicht alle Menschen auf eine Entspannungstechnik reagieren, ist es wichtig, die persönlich richtige Form der Entspannung zu finden. Hierbei gilt es, die unterschiedlichen Methoden auszuprobieren und dabei genau auf den Körper zu hören.


Entspannung durch Achtsamkeitsmeditation
Der Begründer dieser Art der Entspannung ist Dr. Jon Kabat-Zinn. Er ist der Meinung, dass der Atem „unser ständiger Begleiter, Lehrer und auch ständiger Verbündeter“ ist. Demnach ist eine einfache und effektive Art, Achtsamkeit zu üben, sich über einige Minuten hinweg auf den Atem zu konzentrieren. Legen Sie bspw. in der Rückenlage die Hände auf die Bauchdecke und spüren Sie dort die stattfindende Atmungsbewegung nach. Es ist normal, wenn Sie auch ein paar Mal gedanklich abschweifen, aber versuchen Sie sich dann wieder zurück auf die Atmung zu konzentrieren.

Entspannung durch Musik
Viele Menschen nutzen Musik, um die Entspannung zu fördern, die Konzentration zu stärken und um einen Moment noch ein bisschen schöner und erholsamer zu machen. Wichtig dabei ist jedoch, die richtige Musik für sich auszusuchen. In einer Studie zur angstlösenden Wirkung von Musik bei Herzpatienten wurde festgestellt, dass der größte angstlösende und entspannende Effekt bei den Patienten erzielt wurde, die ihre Musik zur Entspannung selbst ausgesucht hatten. Ob das nun Klassik, Kuschel-Popmusik oder esoterische Entspannungsmusik ist, bleibt ganz dem individuellen Geschmack überlassen. Die Musik sollte nur zu Ihnen und Ihrer Grundstimmung passen, denn Musik gilt als Stimmungsverstärker.




Alternative zu Entspannungstechniken

Eine Entspannungstechnik zu erlernen erfordert Geduld und die Bereitschaft, sich mit den eigenen Ursachen des Stresses und der inneren Unruhe auseinanderzusetzen. Das ist nicht immer leicht. Viele greifen auf Erholungs- und Freizeitangebote zurück wie Fahrradfahren, fernsehen, Gartenarbeit oder kreative Hobbys. Das ist ein guter und wertvoller erster Schritt.

Entspannung hat viel mit uns und unserer Haltung uns und dem Leben gegenüber zu tun. Wie gehe ich mit mir, meinem Umfeld, meinem Leben um? Ist mein Ziel, alles perfekt und es jedem recht zu machen, viel in möglichst kurzer Zeit zu schaffen, überall dabei zu sein? Fürchte ich mich davor, für mich und meine Bedürfnisse einzutreten? Habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich augenscheinlich nichts tue? Bei all diesen und weiteren Verhaltensweisen werde ich der Stressfalle kaum entgehen können. Nicht jede Form der Entspannung ist für jeden in jeder Situation gleichermaßen gut und sinnvoll. Wichtig ist es, die eigene Form der Entspannung herauszufinden.




Ruhig? Natürlich!

Ein weiterer Meilenstein auf dem ganzheitlichen Weg zurück zur inneren Ruhe und Entspannung ist die natürliche Kraft bewährter Heilpflanzen. So wirkt Baldrian anspannungslösend, beruhigend und erleichtert das Einschlafen. Johanniskraut ist stimmungsaufhellend und motivationsfördernd. Entsprechende stressabschirmende Kombinationspräparate (z.B. Sedariston®) gibt es rezeptfrei in Ihrer Apotheke.

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