Alles zur Zweitmeinung

Ihr Arzt rät zu einer Operation und Sie sind nicht sicher, ob diese notwendig ist?

Sie werden von Arzt zu Arzt geschickt, aber keiner kann Ihnen eine verlässliche Diagnose erstellen?

Eine Zweitmeinung kann Ihnen helfen, Ihre Fragen zu beantworten und Zweifel auszuräumen!

In welchen Fällen ist es ratsam, eine Zweitmeinung einzuholen?


  • Ihr behandelnder Arzt ist kein ausgewiesener Spezialist für Ihr Krankheitsbild.
  • Sie brauchen eine Entscheidungshilfe, da verschiedene Ärzte Ihnen unterschiedliche Empfehlungen gegeben haben.
  • Ihnen wurde keine klare Diagnose oder Therapieempfehlung gemacht.
  • Ein größerer Eingriff wurde Ihnen empfohlen und Sie wollen sicherstellen, dass dies die sinnvollste Therapie für sie ist.
  • Sie haben den Eindruck, über die geplante Therapie unzureichend informiert worden zu sein.
  • Die Ihnen vorgeschlagene Therapie garantiert keine eindeutige Besserung Ihres Zustands.
  • Sie möchten herausfinden, ob alternative Behandlungsmöglichkeiten für Sie in Frage kommen

Durch die unabhängige Prüfung eines ärztlichen Erstbefundes durch unsere Experten können mögliche Fehler rechtzeitig korrigiert und Zweifel bezüglich Diagnose und Therapie ausgeräumt werden. Als Patient sind Sie damit umfassender informiert und in einer besseren Lage, die wichtigen Entscheidungen bezüglich Arzt- und Therapiewahl zu treffen.

Welche Vorteile bringt mir die medizinische Zweitmeinung?

Die Option vor einem operativen Eingriff eine medizinische Zweitmeinung in Anspruch zu nehmen, kann sich durchaus auszahlen – gesundheitlich und finanziell. Was in vielen Ländern bereits Routine ist, scheint sich in Deutschland nur langsam durchzusetzen. In den USA sind zweite Arztmeinungen bei bestimmten Operationen schon seit Jahren verpflichtend. Grundsätzlich dient eine ärztliche Zweitmeinung als Entscheidungshilfe für Patientinnen und Patienten. Für den Fall, das ein Patient Zweifel an der Diagnose oder der Therapieempfehlung seines erstbehandelnden Arztes hat, kann eine zweite Arztmeinung für Klarheit sorgen und zu einer sicheren Entscheidung beitragen – vor allem wenn der behandelnde Arzt kein ausgewiesener Spezialist für das entsprechende Krankheitsbild ist. Speziell bei größeren medizinischen Eingriffen kann ein Patient durch das Einholen einer Zweitmeinung sicherstellen, dass er/sie eindeutig besser informiert ist und ihm mögliche, auch konservative Alternativen aufgezeigt werden. Er ist dadurch in der Lage umfassend informiert eine für ihn optimale Entscheidung zu treffen.

Unnötige Operationen

Im Zeitraum von 2005 bis 2010 stieg die Zahl der Operationen in deutschen Krankenhäusern jährlich um durchschnittlich vier Prozent – das entspricht einer Steigerung um 20 Prozent in nur 5 Jahren. Und die Zahlen steigen weiter: 2011 wurde laut statistischem Bundesamt knapp 15,4 Mio. mal operiert, überschlagen auf das Jahr 2013 lässt sich mit circa 16,3 Mio. Operationen rechnen. Ein Blick auf die Studien von AOK, DKL, OECD und Bundesgesundheitsministerium (BMG) unterstreicht das Problem – macht aber auch klar, dass sich die Problematik nicht monokausal erklären lässt. Die OECD-Studie „Managing hospital volumes: Germany and experiences from OECD-countries“ unterstreicht erneut, dass in keinem OECD-Land so häufig operiert wird wie in Deutschland. Durchschnittlich werden in den OECD-Staaten 155 von 1000 Menschen operiert, in Deutschland sind es mit 240 von 1000 Menschen fast 100 mehr. Zudem veranschaulicht die OECD-Studie, dass die Anzahl an Dienstleistungen in deutschen Krankenhäusern im Vergleich zum OECD-Durchschnitt und den Nachbarländern seit 2005 stark zugenommen hat (1). Laut AOK-Statistik ist bei allen Operationen ein quantitativer Anstieg zu beobachten. Darüber hinaus steigt die Anzahl von operativen Therapien, wo früher konservativ behandelt wurde. Bei der Analyse von Operationsstatistiken wird der Trend deutlich. In Deutschland werden jedes Jahr 240.000 künstliche Hüftgelenke eingesetzt, zweimal so viel wie im europäischen Durchschnitt, 175.000 Knieprothesen, fast dreimal so viele wie in Frankreich und fast zehnmal so viele wie in England. Bei 180.000 Bandscheiben-Operationen liegen wir in Deutschland bei fünfmal so vielen Operationen wie in Frankreich.

Weitere Informationen von "Vorsicht! Operation"

Quellen

(1) Kumar/Schneestein (2013): Managing hospital volumes – Germany and experiences from OECD Countries. (zuletzt abgerufen: 14.05.2013)

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